Gott und Welt: Die Weltgeschichte sei ein Kreislauf, der in Gott beginne und in Gott zurückkehre! [Es sind zwei fundamental unterschiedliche Vorstellungen, ob wir später zu Gott kommen, aber auf Ewigkeit von ihm getrennt sind, oder ob wir in Gott aufgehen. Letztere Auffassung ist in der Geschichte der christlichen Theologie und Philosophie zwar immer wieder aufgetreten, wurde aber mehrheitlich, bzw. von den Herrschenden verworfen und blutig verfolgt.]
[Mir stößt hier noch etwas anderes auf: Ich sage, das Sein ist alles, was in irgendeiner Weise existiert, ob ich es kenne oder nicht. Außerhalb des Seins kann es nichts geben, da alles, was es gibt, per Definition Teil des Seins ist. Wenn ich dieses allumfassende Sein nun "Gott" nenne (und dies haben ja viele Philosophen gemacht), dann kann tatsächlich nichts größeres gedacht werden als Gott. Aber gleichzeitig ist der Begriff "Gott" auch soweit gefaßt, daß er jeden Erklärungswert verliert. Wenn das Ganze Gott ist, dann ist nichts darüber ausgesagt, welche Teile des Ganzen (z. B. Materie und Bewußtsein) das Primäre, das Ausschlaggebende sind, ob es eine den Menschen übergeordnete allmächtige, sich wissende Person gibt. Ein solch weiter Gottesbegriff hat genauso wenig Wert, wie der Materiebegriff
Lenins. Außerdem lehnt die christliche Orthodoxie ja gerade die Auffassung ab, Gott sei mit dem Ganzen identisch.]
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Abälard
Peter Abälard, französischer Philosoph (1079 - 1142). Schüler sowohl von
Wilhelm von Champeaux als auch von
Roscellinus. Versuchte zwischen
Realismus und
Nominalismus zu vermitteln.
Universalien: Für Abälard sind die Universalien in den Dingen. (Universalia in rebus) Es sei absurd zu behaupten, die Einzeldinge existieren nicht. Es sei aber auch falsch zu sagen, die Allgemeinbegriffe seien nur Namen. In den Allgemeinbegriffen spiegele sich durchaus ein in den zusammengefaßten Einzeldingen vorhandenes gemeinsames Wesen wider. Aber diese Allgemeinheiten existieren immer nur in den Dingen, nicht außerhalb von ihnen. (Wie Aristoteles.)