Der Gesellschaft und dem gemeinschaftlich geschaffenen allgemeinen Glück komme eine höhere Bedeutung zu, als kurzfristigen individuellen Interessen. Die Dominanz öko-nomischer, nur noch den Marktgesetzen unterworfener Verhaltensweisen und Ideologien, müsse ersetzt werden, durch Verhaltensweisen und Ideologien, die wieder stärker an außerökonomischen Werten orientiert seien. Die Mehrheit der Menschen verlange sogar danach. Interessant ist, daß einer der Hauptvertreter dieser Richtung, Amitai Etzioni (der als kleines Kind mit seinen Eltern aus Nazi-Deutschland geflüchtet ist), in einem Kibbuz und einem Internat aufgewachsen ist.
Die freie Entfaltung des Einzelnen müsse gewährleistet sein, soweit sie nicht gemein-schaftsschädlich sei. Bestimmte Ungleichheiten unter den Menschen, z. B. unterschied-licher wirtschaftlicher Erfolg, seien solange tolerabel, wie sie nicht zu Ungleichheiten auf anderen Gebieten würden. [Was in der Praxis nicht realisierbar ist, da der wirtschaftlich Bessergestellte auch auf anderen Gebieten, z. B. Politik, Kultur,
Justiz mehr Möglich-keiten hat. Aber man kann mindestens versuchen, sich diesem Ideal anzunähern.]