Kurzbeschreibung des Neukantianismus
Vertreter des Neukantianismus
Meine Kritik am Neukantianismus
Links zum Neukantianismus
Der Neukantianismus war eine an Kant bzw. an bestimmte Aspekte der kantischen Philosophie anknüpfende philosophische Strömung, die ihre Blütezeit in den Jahrzehnten vor und nach der Wende vom 19. Jahrhundert auf das 20. Jahrhundert hatte und in dieser Zeit die bedeutendste philosophische Strömung war.
Besonders drei Personen leiteten eine Rückbesinnung auf Kant ein: Die nun einsetzende Renaissance des Kantianismus brachte eine kaum zu übersehende Menge an Literatur über Kant und den Neukantianismus hervor. Dabei sind bei aller Verschiedenheit der vielen Autoren und Richtungen drei Grundzüge des Neukantianismus feststellbar: Innerhalb des Neukantianismus haben besonders zwei "Schulen" Bedeutung: Für die Marburger Schule des Die Vertreter der Südwestdeutsche Schule des Wie es unter Philosophen leider weitverbreitet ist, bekämpften sich die Vertreter dieser beiden Schulen heftig. Einige Philosophiehistoriker rechnen auch den Nicht alle hier aufgeführten Personen haben sich selbst als Vertreter des Neukantianis-mus angesehen, werden aber in der Regel dem Neukantianismus zugerechnet. Ernst Cassirer Siehe Extraseite. Hermann Cohen Siehe Extraseite. Hans Cornelius Siehe Extraseite. Herrmann von Helmholtz (1821 - 1894). Deutscher Arzt und Naturwissenschaftler. Professor u. a. in Berlin und Königsberg. Pionier auf dem Gebiet der Sinnesphysiologie und einer der Auslöser für die Entstehung des Friedrich Albert Lange Siehe Extraseite. Otto Liebmann (1840 - 1912). Deutscher Philosoph und einer der Initiatoren der Entste-hung des Paul Natorp Siehe Extraseite. Heinrich Rickert Siehe Extraseite. Hans Vaihinger Siehe Extraseite. Wilhelm Windelband Siehe Extraseite. Das Grundsätzliche am Neukantianismus scheint der Weitere Links bei den einzelnen Vertretern des Neukantianismus
Herrmann von Helmholtz schrieb, die Naturwissenschaft bedürfe einer erkenntnistheoretischen Unter-suchung und Klärung ihrer Grundbegriffe. Die kantische Philosophie könne dies leisten. Friedrich Albert Lange vertrat die Auffassung, daß der
Materialismus als Forschungs-prinzip der Wissenschaft unentbehrlich sei. Die Materie sei aber letztlich ein Begriff des Verstandes.
Otto Liebmann untersuchte die seit Kant aufgetretenen philosophischen Systeme und forderte, auf Kant zurückzugehen.
Ding an sich.
Neukantianismus ist Philosophie besonders Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie. Anknüpfend an Kants
transzendentaler Deduktion bemüht sie sich darum, die logischen Voraussetzungen von Naturwissenschaft und Mathematik zu ergründen. (In diesem Sinne wird Platon von ihnen laut Hirschberger kantianisch umgedeutet.) Da im Wesentlichen Begriffsoperationen vorgenommen wurden wird diese Strömung auch "logischer Idealismus" genannt. Vertreter der Marburger Schule sind u. a.: Hermann Cohen, Paul Natorp, Ernst Cassirer, Bruno Bauch, Richard Hönigswald.
Neukantianismus (auch Badische oder Heidelberger Schule genannt), widmeten sich besonders dem Wertproblem. Als Vertreter dieser Richtung werden besonders Wilhelm Windelband und Heinrich Rickert genannt.
Empiriokritizismus zum Neukantianis-mus. (Vertreter Richard Avenarius und Ernst Mach.) Andere sehen in ihm eine Strömung des Positivismus. (Die Grenze zwischen verschiedenen philosophischen Strömungen sind oft fließend, Zuordnungen deshalb oft problematisch.)
Vertreter des Neukantianismus
Neukantianismus. Mitunter wird die von ihm vertretene Sinnesphysiologie selbst zu einer Strömung des Neukantianismus erklärt. Das ist zumindestens problematisch, da man in ihr auch eine Naturwissenschaft sehen kann. Biographie von tiscalinet
Neukantianismus. In seinem Buch "Kant und die Epigonen" untersucht und kritisiert Liebmann die philosophischen Strömungen nach Kant und fordert am Ende der einzelnen Abschnitte es müsse auf Kant zurückgegangen werden. Das
Ding an sich und Teile der Vernunftkritik seinen unhaltbar, aber die
Transzendentalphilosophie, der Phänomenalismus und der kritische
Idealismus seien dauerhaft.
[Hegel und Schopen-hauer als Epigonen zu bezeichnen, zeugt allerdings schon von einer gewissen Ignoranz oder mangelndem Differenzierungsvermögen. Unabhängig davon, ob man deren Auffas-sungen zustimmt, kann man trotzdem anerkennen, daß Hegel mit der Dialektik und Schopenhauer mit seiner Philosophie des Willens Neues hervorgebracht haben. Vergli-chen mit diesen beiden ist es eher angebracht Liebmann einen Epigonen zu nennen.] Kurze Biografie bei wikipedia (Stand 3.2.08)
Meine Kritik am Neukantianismus
Idealismus zu sein, da mit dem
"Ding an sich" auch das letzte vom erkennenden Menschen unabhängig existierende verschwunden war. (Das wird von idealistisch orientierten Philosophen allerdings ganz anders gesehen. Sie sehen im Neukantianismus Einengung auf Erkenntnis- und Wissen-schaftstheorie und damit
Agnostizismus und Positivismus.) Deshalb erinnert vieles an Platon. Bei den Neukantianer der Marburger Schule und bei Vaihinger scheint mehr der
subjektive Idealismus, bei der Südwestdeutschen Schule scheint dagegen mehr der
objektive Idealismus zu dominieren. Es gibt Platoniker, die behaupten, alle Philosophie nach Platon bestehe eigentlich nur noch aus Fußnoten zu diesem. Das ist wohl etwas übertrieben, wenn man es auf die gesamte Philosophie bezieht. In Bezug auf die immer neuen Varianten des Idealismus mag das aber durchaus zutreffen. (Soweit man die Gesellschafts- und Staatstheorie ausklammert!) Und das soll nicht bedeuten, daß späte-re idealistische Philosophen nicht im Detail auch Neues zur Philosophie beigetragen haben.
Literatur, Sekundärliteratur und Links
Neukantianismus im Internet
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