Peter Möller
Philolex
Ein Online-Lexikon zur Philosophie

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FAQ – Frequently Asked Questions

Beantwortung häufig gestellter Fragen –
Entgegnungen auf häufig geäußerte Kritik

Woher habe ich mein Wissen

Warum mache ich mir eigentlich diese ganze Arbeit?

Warum bitte ich um freiwillige Lesegebühren?

Dankesschreiben

In welchem Umfang beantworte ich Fragen, helfe ich anderen bei der Erstellung von Arbeiten etc.

Wozu das philolex?

Zitatenklauberei?

Warum werden im philolex Zitate ohne Quellenangabe aufgeführt?

Wie legitim ist es, wenn »normale« nichtbedeutende, nichtberühmte Menschen die großen Philosophen bzw. einige ihrer Auffassungen kritisieren?

Wie legitim bzw. sinnvoll ist eine lexikalische und systematische Darstellung philosophischer Systeme und der Auffassungen von Philosophen?

Ich habe nicht alle Werke der hier behandelten Philosophen gelesen. Darf ich dann überhaupt eine eigene Meinung zu diesen Philosophen haben?

Schmücke ich mich hier mit fremden Federn?

Halbwissen oder Vielwisserei?

Gehören in ein Lexikon nicht nur sicheres Wissen und keine Vermutungen und persönliche Wertungen?

Ist das philolex ein Lexikon oder eine Kommentarsammlung?

Ist das philolex nicht häufig dogmatisch, intolerant und polemisch?

Wenn ich um freiwillige Lesegebühren bitte, wäre es da nicht angebracht, mich mit Angriffen auf andere Überzeugungen und mit Kommentierungen zurückzuhalten?

Werden im philolex nicht Philosophen und philosophische Systeme bzw. Strömungen häufig falsch dargestellt?

Werden im philolex nicht Begriffe häufig falsch verwendet bzw. falsch erläutert?

Sind nicht viele meiner philosophischen Auffassungen schon lange widerlegt?

Werden im philolex nicht häufig Wörter falsch geschrieben?

Worttrennungen und Zeilenumbrüche

Konjunktiv oder Indikativ?

Vorsicht Fälschungen !!!

Vorsicht: Verleumdungen und Falschdarstellungen !!!

Gibt es das philolex auch zum Ausdrucken als PDF- oder DOC-Dateien?

Können am philolex auch andere mitarbeiten?

Woran liegt es, dass einige philolex-Artikel über Jahre hinweg »under construction« sind?


Wenn Sie mir eine Mail schicken wollen


Zitierte Literatur


Woher habe ich mein Wissen

Ich bin mehrfach von Lesern gefragt worden, woher ich das Wissen habe, das ich hier wiedergebe. Ich habe in der ersten Hälfte der 80er Jahre Philosophie studiert [5] und aus dieser Zeit viele Aufzeichnungen, die ich in Vorlesungen, Seminaren und Diskussionen gemacht habe, sowie Exzerpte von Büchern, Zeitschriftenartikeln etc. [6] Auch in der Zeit darauf habe ich häufig philosophische Literatur gelesen und eigene Texte verfasst. Als ich im Herbst 1998 damit begann, aus meinen Unterlagen Internetseiten zu erstellen, habe ich zusätzlich auch die in der Literaturliste und die in den einzelnen philolex-Beiträgen angegebenen Bücher genutzt, sowie im Internet vorhandene Texte. Mancher Beitrag und mancher Absatz hat sich dann aus Diskussionen ergeben, die ich in den vergangenen sechzehn Jahren via Emails und in Foren mit vielen Diskussionspartnern geführt habe.


Warum mache ich mir eigentlich diese ganze Arbeit?

Meine Internetseite ist mein Hobby, meine Modelleisenbahn. So wie andere am Abend oder am Wochenende an ihrer Modelleisenbahnanlage basteln (oder an ihrem Auto, Motorrad etc. oder Klavier, Gitarre etc. spielen), ohne dafür bezahlt zu werden (aber mit erheblich mehr Sorgfalt an die Sache gehen, als diejenigen, die solche Arbeiten gegen Bezahlung machen), so verbringe ich einen Teil meiner Freizeit damit, meine Internetseite auszubauen. Besonders in der kühleren Jahreszeit und wenn mir das Wetter zu schlecht ist, um außerhalb der Wohnung etwas zu unternehmen. Ich betreibe meine Homepage in erster Linie aus Spaß an der Sache, aus großem Interesse an der Philosophie und dem Drang mich schöpferisch zu betätigen.


Warum bitte ich um freiwillige Lesegebühren?

Wenn ich jemandem konkrete Fragen beantworte, wenn jemand einen Artikel wünscht, der z. Z. noch nicht existiert oder »under construction« ist, wenn jemandem das Lesen meiner Texte bei der Erstellung einer bestimmten Arbeit, bei der Unterrichtsvorbereitung etc., bei der Lösung eines bestimmten Lebensproblem geholfen hat oder wenn jemand einfach nur mit Freude oft meine Texte liest, dann wäre es nett, wenn sich diese Menschen mit einer freiwilligen Lesegebühr an den Kosten beteiligen würden, die mir bei der Erstellung und beim Posten meiner Texte im Internet entstehen. Es sei denn, es sind arme Leute. Doch wer regelmäßig Bücher, Theaterkarten u. ä. kauft oder einen beträchtlichen Teil seines Geldes den Mineralöl-Bossen und Ölscheichs in ihren gierigen Schlund wirft ;-) der sollte auch mal fürs philolex etwas Geld übrig haben. (Der Vergleich der Geldsummen, die Betrüger im Internet ergaunern, mit den Geldsummen, die bei denen ankommen, die tatsächlich im Internet etwas Wertvolles zur Verfügung stellen, sagt auch etwas über die menschliche Gattung aus.) Kontonummer


Dankesschreiben

Ich bekomme des Öfteren Dankesschreiben, in denen mir Leser mitteilen, dass sie erst durch meine Texte begonnen hätten Philosophie zu verstehen, dass ich den Stoff leichter vortrage, verständlicher als ihre Lehrer, Professoren, als die Autoren teurer Bücher etc., dass ich ihnen einen unschätzbaren Wert erwiesen oder die Augen geöffnet hätte etc. pp. Solche Mitteilungen freuen mich einerseits, da ich wie andere Menschen auch gerne mal ein Lob höre. Andererseits ärgern mich solche Schreiben wiederum, wenn ich daran denke, dass nur wenige der Menschen, die mir so etwas schreiben, bereit sind, eine freiwillige Benutzergebühr zu zahlen. Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich bettle nicht! Das habe ich glücklicherweise nicht nötig und das würde ich auch als entwürdigend empfinden. Geld spielt in meinem Leben keine große Rolle. Ansonsten würde ich meine Zeit nicht damit verbringen ein Philosophie-Lexikon zu erstellen, das ich im Internet kostenlos zur Verfügung stelle. Ich habe Leser, die mir jeden Monat einen ganz kleinen Betrag schicken. Ein bis zwei Euro. Wenn das alle machen würden, die regelmäßig meine Texte lesen, dann könnte ich von meiner schriftstellerischen Tätigkeit problemlos leben! Und ein oder zwei Euro könnte jeder entbehren.


In welchem Umfang beantworte ich Fragen, helfe ich anderen bei der Erstellung von Arbeiten etc.

Ich bekomme des Öfteren Mails, in denen mir konkrete Fragen gestellt werden, in denen man Tipps für die Erstellung einer Arbeit erbittet etc. Zum Teil wird sogar indirekt von mir erwartet, dass ich anderen ihre Thesenpapiere erstelle, ihre Hausarbeiten mache oder die Grundstruktur ihrer Diplom-Arbeit entwerfe usw. Menschen, die ich nicht kenne und mit denen ich vorher nie Kontakt hatte, schicken mir lange Texte und selbstfinanzierte Bücher zu und erwarten von mir, dass ich viele Stunden oder mehrere Tage damit verbringen, diese Sachen zu lesen und zu beurteilen. Die meisten Leute, die solches von mir erwarten, zahlen keine Benutzergebühr und würden selbst nicht für andere kostenlos arbeiten. Mir wäre es am liebsten, wenn jeder so gut arbeiten würde, wie er kann, und sich von dem Vorhandenen so viel nimmt, wie er braucht, immer mit Augenmaß, damit für andere auch etwas übrig bleibt. ( Marx) So funktionieren die Menschen aber leider nicht. Und in der Welt, wie sie nun mal funktioniert, bin auch ich gezwungen, für Geld zu arbeiten. (Es sei denn, ich gehe in meiner Freizeit meinen Hobbys nach.) Deshalb folgendes: Ich bin kein kostenloses Auskunftsbüro! Dass ich eine Internetseite mit philosophischen Texten betreibe, bedeutet nicht, dass ich für andere auf deren Bitte umsonst konkrete Arbeiten ausführe. Fragen werden nur beantwortet, wenn eine Benutzergebühr bezahlt wird. Unterstützung gibt es von mir in einem Umfang, der in einem angemessenen Verhältnis zur Summe steht.

Wenn Leute lange Texte geschrieben haben und nun Leser dafür suchen, dann sollten sie eine eigene Homepage einrichten und ihre Texte dort zum Lesen anbieten. Ich mache nichts anderes. Zusammenfassungen können sie auch in diversen Foren zur Diskussion stellen.

Ohne jede Übertreibung: Ich bekomme Mails mit dem Inhalt: »Ich schreibe in zwei Tagen meine Abiturarbeit in Philosophie über Epikur. Können Sie mir mal eine paar Informationen mailen, was der für Auffassungen hatte?« Wenn ein solcher Mensch dann tatsächlich das Abitur macht, dann verachte ich den! Ich verachte auch die Lehrer und die Politiker, die ein solches Schulsystem, die solche Schulen und solche Schüler zu verantworten haben!


Wozu das philolex?

In den sechzehn Jahren, in denen sich philosophische Artikel von mir im Internet befinden, habe ich mir aus den vielen Emails, die bei mir eingetroffen sind, ein Bild machen können, von den Menschen, die meine Texte lesen bzw. meine Literatur- und Linklisten benutzen. Es sind vorwiegend – nicht ausschließlich! – zwei Gruppen von Lesern: Zu einem großen Teil sind es Schüler in den höheren Klassen und Studenten, besonders solche, die Philosophie als Nebenfach haben oder sich über ihre offiziellen Studienfächer hinaus auch mit Philosophie beschäftigen wollen. Und es sind interessierte Laien, berufstätige Menschen, Erwerbslose und Rentner bzw. Pensionäre. [7] Beiden Lesergruppen gemeinsam ist, dass sie in der Regel keine Übung im Lesen philosophischer Texte haben. Dicke Bücher über Philosophie und die dort meistens übliche schwierige Ausdrucksweise wirkt auf viele abschreckend. Deshalb habe ich häufig auf Fremdwörter und wo immer es ging auf komplizierte Satzkonstruktionen verzichtet. Wo Fremdwörter oder kurze meist lateinische Redewendungen unumgänglich oder jedenfalls sehr sinnvoll waren – weil man in philosophischer Literatur häufig mit diesen Wörtern und Redewendungen konfrontiert ist –, habe ich sie übersetzt. Einfach die rosa hinterlegten Wörter und Begriffe anklicken. [8]

Damit ist bereits gesagt, was das philolex u. a. sein will: Ein leichter Einstieg in die Philosophie, es will einen ersten groben Überblick über die Philosophie, die  verschiedenen Gebiete der Philosophie und die wichtigsten Philosophen bieten. Wer sich intensiver mit Philosophie beschäftigen will, der darf beim philolex nicht stehen bleiben. (Wie in anderen Absätzen bereits erwähnt, will ich mit dem philolex darüber hinaus aber noch zwei weitere Dinge: Auf Ungereimtheiten in den Auffassungen der großen Philosophen hinweisen und meine philosophischen Überzeugungen verbreiten.)


Zitatenklauberei?

Für viele Erkenntnisse bedarf es längerer Abhandlungen. Z. B. die Philosophie Kants oder die Physik Einsteins wird man sich nicht durch das Lesen vieler Zitate aneignen können. Es gibt aber auch Wissen, das kurz und knapp dargestellt werden kann. Die Zitate, die für sich allein stehen, z. B. in den Abschnitten »Zitate, Kommentare anderer Autoren etc.« sagen für sich allein etwas aus. Sie haben die Wirkung eines Aphorismus, stellen einen Sachverhalt, einen Gedanken oder eine Erkenntnis lakonisch da. Viele Menschen können so leicht lernen und begreifen.

Es gibt mittlerweile im Internet viele Seiten mit Zitatensammlungen. Negativ fällt mir dabei oft auf, dass zu einem bestimmten Thema oder Begriff alle möglichen Zitate angeführt werden, in denen zwar der Name des Themas oder des Begriffs vorkommt, das Zitat aber über das Thema oder den Begriff nichts aussagt, einen anderen Sachverhalt erklärt. Das versuche ich bei meinen Zitatensammlungen zu vermeiden. Mir geht es nicht um Masse, sondern um Klasse.

Beim Lesen einiger Internetseiten habe ich das Gefühl, Zitate werden mit Übersetzungsprogammen übersetzt, ohne dass anschließend ein kundiger Mensch die Übersetzung überprüft. Es kommt Mist zustande, der nichts aussagt. Oder sogar das Gegenteil des gemeinten. Ich nutze zwar auch Übersetzungsprogamme, aber nur unterstützend. Ich kann mich nicht erinnern, jemals einen Satz so gelassen zu haben, wie der Computer ihn mir geliefert hat. Probleme, die Computer bzw. Übersetzungsprogramme oft nicht bewältigen können, sind unterschiedliche  Grammatik, unterschiedlicher Satzbau und die Tatsache, dass Wörter oft mehr als eine Bedeutung haben. Bei der Übersetzung philosophischer Aussagen kommt noch hinzu, dass der überprüfende Mensch etwas von dem behandelten Stoff verstehen muss.

Außerdem gibt es auf meinen Seiten weniger Werbung. Insbesondere ist das bisschen Werbung bei mir erheblich weniger aufdringlich.


Warum werden im philolex Zitate ohne Quellenangabe aufgeführt?

Ich erhebe nicht den Anspruch, dass das philolex den strengen Kriterien genügt, die für eine wissenschaftliche Arbeit gelten müssen, für eine Arbeit, die für die Universität erstellt wird oder die als wissenschaftliches Buch oder Aufsatz in einer wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht werden soll. Das philolex ist journalistisch, populärwissenschaftlich, einführend. In solchen Arbeiten sind Zitate in der Regel nicht mit Quellenangaben versehen. Die Quellen immer genau anzugeben, ist für mich oft ein unnötiger Arbeitsaufwand. Quellenangaben sind für die Nutzer von Interesse, die eine wissenschaftliche Arbeit erstellen wollen bzw. müssen. Und die müssen sich dann auch um die Quellen kümmern.


Wie legitim ist es, wenn »normale« nichtbedeutende, nichtberühmte Menschen die großen Philosophen bzw. einige ihrer Auffassungen kritisieren?

Die berühmten Philosophen der vergangenen drei Jahrtausende haben die unterschiedlichsten philosophischen Auffassungen und Systeme hervorgebracht und sich untereinander nicht selten gegenseitig zu Scharlatanen erklärt. Für jeden dieser ca. 50–100 berühmten Philosophen kann man wiederum hunderte imposanter Namen anführen, die dem jeweiligen Philosophen Achtung gezollt haben; für Nietzsche, wie für Marx, für Kant, wie für Hegel usw. Über die Richtigkeit der Auffassungen dieser Philosophen sagt das überhaupt nichts aus! Denn sie können wegen ihrer sich widersprechenden Behauptungen unmöglich alle Recht haben. Ein übertriebener Respekt vor den großen Philosophen, der bei einigen Menschen bis zur Heiligenverehrung geht, ist deshalb nicht sinnvoll.

Ich nehme mir das Recht, die großen Philosophen bzw. einige ihrer Auffassungen zu kritisieren. Es gibt Menschen, die halten so etwas für Anmaßung, Selbstüberschätzung oder Größenwahn. So wie es Menschen gibt, die die  Bibel nicht kritisieren, so gibt es auch Menschen, die bestimmte Philosophen nicht kritisieren und es am liebsten auch anderen verbieten würden. Ich habe keine Probleme damit anzuerkennen, dass es Menschen gibt, die über eine größere intellektuelle Kraft und über ein breiteres Wissen verfügen als ich. Aber deshalb werden Sie für mich nicht zu unantastbaren Götzen. Ich stelle mich nicht mit den großen Philosophen auf eine Stufe, ich kenne meine Grenzen, aber ich nehme mir das Recht ihre Gedanken zu kommentieren und meine eigenen philosophischen Auffassungen zu entwickeln. [9] Philosophie hat für mich immer etwas mit selbständigem Denken zu tun gehabt, nicht nur mit der Interpretation der Gedanken Anderer oder gar deren passiver Aufnahme. Ich will und kann auch selbst philosophieren.

Es gibt leider unter den philosophisch interessierten und gebildeten viele, bei denen ich den Eindruck habe, dass sie sich eigenes Denken nicht trauen, dass sie nur die Gedanken der berühmten Philosophen studieren und eventuell dann referieren/dozieren. Es gibt Leser, die es bedauern, dass ich hier nicht eine »neutrale«, »wertfreie« Darstellung der Philosophen, philosophischen Richtungen, Begriffe etc. liefere. Von einigen wenigen werde ich geradezu dafür angegiftet, dass ich unbedeutende, unberühmte Person es mir anmaße, zu den Gedanken Platons, Kants etc. Kommentare abzugeben, »überall gleich meinen Haufen daneben setze«, oder milder »überall meinen Senf dazu gebe«. Sie betrachten dies faktisch als Sakrileg. – Quod licet iovi, non licet bovi.

Sehen Sie dazu auch  Wer ist ein Philosoph?

Bei einigen geht es ins weinerliche: »Wie können Sie denn den armen Platon so angreifen? Der kann sich doch nicht mehr wehren. Wie können Sie bloß den armen Meister Eckhart so falsch auslegen? Diesen guten Mann. Der kann sich doch nicht mehr wehren.« Wie können Sie nur mit dem armen Nietzsche so mitleidlos umgehen? :)) Man kann doch nicht einfach den toten Rosenberg ... Wo kämen wir denn da hin, wenn wir die Toten kritisieren würden? De mortuis nihil nisi bene. (Es sind letztlich Menschen, die Probleme haben mit einer freien pluralistischen Gesellschaft, Menschen die es nicht ertragen können, dass andere Menschen andere Auffassungen haben, Philosophen anders interpretieren etc. und dies dann auch noch veröffentlichen.) [10]

Es gibt aber auch Leser, die es begrüßen, dass neben oder mit den Darstellungen auch eigene Gedanken, Kritiken etc. einfließen. So gibt es immer mal wieder neue Gedanken, die man bisher nicht kannte.

Zusätzlich möchte ich erwähnen, dass es inzwischen viele ältere und neuere Wörterbücher der Philosophie u. ä. im Internet gibt. Das war 1998, als ich begann das philolex aufzubauen, noch ganz anders. Durch meine persönlichen Kommentare und Essays hebe ich mich etwas von anderen philosophischen Lexika ab.

Im Übrigen: Auch anerkannte Philosophiehistoriker wie Hirschberger oder Störig bewerten und stellen nicht nur dar. Und bei allen Einführungen und Zusammenfassungen muss man auswählen und d. h. auch vieles weglassen. Auch darin liegt schon Wertung. (Sehen Sie hierzu auch  Webers Stellungnahme zur Wertfreiheit der Wissenschaft.)

Ich habe mich mehrfach gegen den Dogmatismus ausgesprochen. Ich möchte nur eine Stimme im Konzert sein. Und diese Stimme möchte u. a. Widersprüche, Fehler, Merkwürdigkeiten in den Auffassungen der großen Philosophen aufzeigen. Viele Anhänger großer Philosophen haben häufig ein unvollständiges Wissen über ihr Idol, ein idealisiertes Bild, das mit der Realität nicht übereinstimmt. Eine meiner Ambitionen ist es, solchen verkehrten Idealisierungen entgegenzutreten.


Wie legitim bzw. sinnvoll ist eine lexikalische und systematische Darstellung philosophischer Systeme und der Auffassungen von Philosophen?

Ich halte eine lexikalische Zusammenfassung von komplexen philosophischen Systemen und Auffassungen für legitim, solange man aus dem Lesen solcher Zusammenfassungen nicht die Sicherheit ableitet diese Philosophie im Wesentlichen begriffen zu haben und eine detaillierte Beschäftigung mir ihr überflüssig sei. Man sollte in Erwägung ziehen, dass bei einer intensiveren Beschäftigung mit dieser Philosophie neue Gesichtspunkte auftauchen und viele Einwände, die man auf dem ersten Blick hat, sich dann anders darstellen. Und man sollte in Erwägung ziehen, dass im Verlaufe einer solchen intensiveren Beschäftigung nicht nur der quantitative Wissensstoff wächst, sondern dass ab einer bestimmten Menge an Informationen auch eine qualitativ höhere Einsichtsfähigkeit in den Gegenstandsbereich eintritt. (Das ist das dialektische Gesetz des  Umschlagens quantitativer in qualitative Veränderungen. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Das ist für mich nicht nur Theorie.)

Es ist legitim und darüber hinaus eine notwendige Tätigkeit in unserer arbeitsteiligen Welt, dass Menschen vorhandenes Wissen didaktisch aufbereiten und Anfängern einen leichten Zugang zu diesem Wissen ermöglichen. Dazu ist es nötig, einen Philosophen systematisch nach seinen Antworten zu Grundfragen der Philosophie abzufragen, ein philosophisches System oder die Auffassungen eines bestimmten Philosophen in einige Grundsätze zusammenzufassen und die verschiedenen Philosophen und philosophischen Richtungen unter Oberbegriffe zu ordnen. (Wenn es anders wäre, was würde dann noch im Brockhaus über Platon, Aristoteles, Kant, Hegel usw. stehen? Name, Geburtsdatum, Beruf Philosoph? Wenn Sie mehr wissen wollen, lesen Sie deren Werke?)


Ich habe nicht alle Werke der hier behandelten Philosophen gelesen. Darf ich dann überhaupt eine eigene Meinung zu diesen Philosophen haben?

Ich habe nicht alle Werke der hier behandelten Philosophen gelesen. Das hat auch kein anderer Mensch gemacht; kein Buchautor, kein Philosophieprofessor, kein anerkannter Philosophiehistoriker, selbst die Hundertjährigen nicht. Um das zu machen, müsste man Jahrhunderte existieren. Trotzdem habe ich zu allen Philosophen eine eigene Meinung, auch zu denen, von denen ich nur einige Werke gelesen habe oder die ich nur aus Zusammenfassungen in Sekundärliteratur kenne.

Ich bin der Auffassung, dass man sich grundsätzlich zu jedem Philosophen eine Meinung bilden darf, allerdings nur in dem Umfang, wie man ihn kennt. Man sollte sich davor hüten, zu glauben, man kenne einen Philosophen ganz, wenn man eine Zusammenfassung seiner Auffassungen gelesen hat. Und man sollte in Erwägung ziehen, dass man sich täuschen kann! Man sollte keine Absolutheitsansprüche erheben und man sollte eine pluralistische, auf Meinungsvielfalt beruhende Gesellschaft befürworten.

Die Wissenschaften und die Philosophie sind heutzutage hochgradig arbeitsteilige Prozesse, an denen weltweit Millionen von Menschen teilnehmen, Beiträge leisten. Ein einzelner Mensch kann auch nicht annähernd das an Wissen haben, was die menschliche Gattung insgesamt an Wissen hat. Man muss sich häufig auf das verlassen, was andere schreiben, was andere als ihre Forschungsergebnisse bekannt machen, was andere an Zusammenfassungen bestimmter wissenschaftlicher Entwicklungen etc. darlegen. Aber es gibt natürlich immer wieder Fehler, bewusste oder unbewusste Falschdarstellungen etc. Man kann mit seinem Vertrauen auf die Redlichkeit und die Fähigkeit anderer Menschen auch Schiffbruch erleiden. Gerade deshalb ist es so wichtig, dass es eine offene, freie Gesellschaft gibt. Wenn in einer solchen Gesellschaft jemand etwas schreibt, das völlig an den Tatsachen vorbeigeht, dann wird dies früher oder später entlarvt, je nachdem, wie bedeutend ein Autor ist, wie stark seine Texte rezipiert werden. Wenn also jemand etwas über einen Philosophen oder eine philosophische Richtung schreibt, was völlig falsch ist, dann kommt das früher oder später heraus.

Allerdings muss man nun hinzufügen, dass es gerade in der Philosophie so gewaltig divergierende und differierende Richtungen, Anschauungen, Interpretationen etc. gibt, dass ein Philosoph oder ein Autor von einführender oder zusammenfassender Literatur von ebenso vielen Lesern geschätzt, wie kritisiert oder verabscheut werden kann. Das erleichtert dem Anfänger natürlich nicht gerade den Einstieg. Aber so ist es nun mal leider.

Im Übrigen: Auch bei den so exakten, angeblich »nichtspekulativen« Naturwissenschaften findet man in abgemilderter Form ähnliches. Es gibt zwar im Unterschied zur Philosophie ein weitgehend anerkanntes Grundwissen, aber darüber hinaus gibt es Vielfalt, unterschiedliche Theorien, bis hin zur erbitterten Feindschaft verschiedener Wissenschaftler der gleichen Disziplin. Z. B. Professoren für theoretische Physik oder Astrophysik stellen in ihren Vorlesungen und Büchern häufig nur ihre Theorien bzw. die von ihnen favorisierten Theorien zu bestimmten Erscheinungen, Problemen etc. dar. Dass der Kollege in der eigenen Fakultät oder die Kollegen an anderen Universitäten zu vielen Fragen etwas anderes sagen, bzw. »lehren«, erfährt der Student bzw. Leser von diesem Professor nicht. Das erfährt er erst dann, wenn er andere Professoren hört oder liest. Oder wenn er mit Menschen diskutiert, die ihre Informationen von anderen Professoren, Autoren etc. haben. Z. B. was die innerste, elementarste Funktionsweise des Universums anbetrifft und seine zukünftige Entwicklung, darüber bekommt man Unterschiedlichstes zu hören.

Wenn man sich nur zu den Philosophen eine eigene Meinung bilden dürfte, deren sämtliche Werke man studiert hat – was ja bedeutet, dass man sie nicht einfach nur gelesen hat –, dann dürften sich am Ende bestenfalls einige hundert hochgebildete Leute hohen Lebensalters, die über Jahrzehnte hinweg alle bedeutenden Werke aller bedeutenden Philosophen (alle Werke aller Philosophen ist wie oben bereits erwähnt unmöglich) studiert haben und die über ein lexikalisches Gedächtnis verfügen sich noch eine eigene Meinung über die Weltgeschichte der Philosophie bilden. Daneben gäbe es einige tausend Menschen, die zu bestimmten Philosophen eine eigene Meinung haben dürften, keineswegs aber zu allen. Der Rest der Bevölkerung, also 99,99% hätte zu den großen Philosophen keine eigene Meinung. Der einfache Mensch, der nicht zu dieser Elite gehört, dürfte grade noch feststellen, dass der Oberpriester x einen bestimmten Philosophen kritisiert, während der Oberpriester y große Stücke auf ihn hält.

Immerhin, eine Gesellschaft mit 100 Oberpriestern, die verschiedener Meinung sind, ist immer noch besser, als eine Gesellschaft, in der es nur noch einen Oberpriester gibt. Ich ziehe aber eine Gesellschaft vor, in der jeder selbst denken darf und eine eigene Meinung haben darf. Dass die Stimme von Leuten, die jahrzehntelang geforscht und studiert haben, ein anderes Gewicht hat, als die Stimme von weniger gut Informierten und Gebildeten, das will ich gerne zugestehen. Und wenn sich die hundert Bestgebildetsten auf dem Gebiet der Philosophie wenigstens in ihren Auffassungen annähern würden, dann wäre es sinnvoll, sich als weniger Gebildeter an diesen zu orientieren. Aber die großen Philosophen und die hundert bestinformiertesten lebenden Professoren, Autoren etc. vertreten verschiedene, sich zum Teil gegenseitig ausschließende Auffassungen. In dieser Situation gibt es für die an Philosophie Interessierten nur zwei Möglichkeiten:

  1. Sie denken selbst oder
  2. sie schließen sich gläubig einem großen Guru an.

Für was man sich entscheidet, zeigt was für ein Mensch man ist. Es gibt selbständige, selbstbewusste, freiheitsliebende Menschen, die sich trauen frei zu sein und selbst zu denken. Und es gibt unselbständige, unsichere, ängstliche Menschen, die ohne einen Führer nicht auskommen und sei es auch nur ein geistiger. Eigenes Denken gibt es bei ihnen bestenfalls noch bei der Auslegung der Glaubenssätze. (In der Realität gibt es natürlich nicht nur diese beiden Typen in totaler Reinheit. Viele Menschen haben beides in sich.)


Schmücke ich mich hier mit fremden Federn?

Mir ist mehrfach vorgeworfen worden, ich würde mich hier mit fremden Federn schmücken. Ich würde mein Wissen aus verschiedenen Büchern abschreiben, ich hätte es mir überhaupt nicht selbst erarbeitet. Also wenn ich das Gelesene und Gehörte einfach nur übernehmen würde, ohne es zu verstehen, ohne es selbst geistig zu verarbeiten, zu behalten, zu bedenken, zu vergleichen, eigene Gedanken dazu zu entwickeln etc. pp., wie könnte ich die verschiedenen Themen, Strömungen, Begriffe, Philosophen so vernetzen, so viele Querverweise setzen, so viele eigene Gedanken äußern? Ein bisschen muss sich jemand mit der Materie ja wohl auskennen, um so etwas wie das philolex zu erarbeitet.

Mein Wissen habe ich:

Wenn man solch erworbenes Wissen nach gewissen Gesichtspunkten zusammenstellt und didaktisch aufbereitet, dann stellt dies eine geistige Leistung da.

Wer sich ausschließlich aus Primärliteratur informiert, schreibt Artikel oder Bücher über einzelne Philosophen. Wer über bestimmte philosophische Strömungen schreibt, kommt schon nicht mehr darum herum, auch Zusammenfassungen anderer Autoren zu lesen. Weil alle wichtigen Schriften einer Strömung zu lesen, zeitlich gar nicht möglich ist. Wer nur Primärliteratur liest, kann keine Geschichte der Philosophie und keine Wörterbücher der Philosophie verfassen. Das dazu nötige Wissen kann man sich aus zeitlichen Gründen unmöglich nur aus Primärliteratur verschaffen. Dazu müsste man Jahrhunderte leben. Jeder, der solche Bücher schreibt, schöpft auch aus Sekundärliteratur, aus den Zusammenfassungen anderer.

Ich hatte schon an anderer Stelle darauf hingewiesen: Als ich 1998 damit begann, das philolex aufzubauen, habe ich mit Aufzeichnungen begonnen, die ich während meines Philosophiestudiums in der ersten Hälfte der 80er Jahre erstellt habe. Zu der Zeit gab es noch kein Internet. Zu der Zeit wusste ich noch nicht, dass diese Aufzeichnung einst Grundlage für Artikel sein werden, die ich veröffentliche. Deshalb kann ich nicht ausschließen, das mitunter Texte anderer wörtlich übernommen wurden. Wenn ich das bemerke oder von jemanden darauf hingewiesen werden, dann werden diese Textstellen gelöscht oder umformuliert.

Wenn sich jemand über Jahrzehnte hinweg mit fremden Federn schmückt, dann kennt der sich irgendwann mal mit diesen Federn gut aus. Irgendwann sind daraus die eigenen Federn geworden.


Halbwissen oder Vielwisserei?

Ich weise in den philolex-Artikeln des Öfteren ausdrücklich darauf hin, dass ich zu einem bestimmten Aussagebereich eines Philosophen keine Stellungnahme abgeben will, da ich mich in dem betreffenden Bereich nicht auskenne. Ich weise des Öfteren darauf hin, dass ich nicht weiß, wie dieser oder jener Philosoph zu einer bestimmten Frage Stellung bezogen hat, da ich nicht alle seine Bücher gelesen habe. Dieser Hinweis wird von einigen Lesern so missinterpretiert, dass ich hier Halbwissen verbreiten würde. Faktum ist aber, dass Autoren von Büchern, wissenschaftlichen Aufsätzen etc. immer nur ein mehr oder weniger großes Teilwissen von dem haben, was sie ansprechen, sie dies aber nicht ausdrücklich erwähnen. (Es merkt ja keiner.) Alleswisser gibt es nicht. Nicht einmal Alleswisser in einem speziellen Fachbereich. Beispielsweise ein Professor, der sich auf Sprachphilosophie spezialisiert hat und in seinen Vorlesungen auch mal eine Anspielung auf Hegel macht, hat eventuell nur Grundkenntnisse der hegelschen Philosophie aus Sekundärliteratur. Auf Details angesprochen wird er ausweichen oder zugeben, dass er darüber nichts weiß. Kleine Kinder denken oft, dass Erwachsene alles wissen. Aber Erwachsene wissen nicht alles. Professoren und Bücherschreiber machen da keine Ausnahme.

Neben dem Vorwurf des Halbwissens ist mir aber auch schon in mehreren Mails »Vielwisserei« vorgeworfen worden, ohne dass jedes Mal dieses Wort benutzt wurde. Ich würde hier jede Menge von Wissen speichern bzw. ausbreiten und verlöre dadurch den Blick für das Wesentliche etc. Ich bin mit Fromm der Auffassung,  dass ein Seins-orientiertes Leben einem Haben-orientierten vorzuziehen ist. Aber auch im Bereich der Philosophie und der Wissenschaften gilt, dass Haben häufig Voraussetzung für Sein ist. Man kann Wissen aufspeichern als etwas Totes, das man einfach nur besitzt, das man nicht aktiv, schöpferisch nutzt. Aber das muss nicht zwangsläufig so sein. Ein quantitativ umfangreiches Wissen zu haben, kann auch Grundlage für ein qualitativ hochstehendes Sein sein. Hier kann das oben bereits erwähnte  dialektische Gesetz des Umschlagens quantitativer in qualitative Veränderungen wirken. (Sehen Sie hierzu auch das  Verhältnis von Denken und Intuition.)


Gehören in ein Lexikon nicht nur sicheres Wissen und keine Vermutungen und persönliche Wertungen?

Natürlich erwartet man in einem Lexikon sicheres Wissen. Genauso habe ich es früher auch getan. Im Verlaufe des Wachsens meiner philosophischen Kenntnisse und des selbständigen Denkens wurde mir dann aber klar, dass es sicheres Wissen nur zu einem sehr geringen Teil gibt. Der überwältigende Teil dessen, was wir »Wissen« nennen, besteht tatsächlich aus Vermutungen, die – je nach dem in welchem Bezugsrahmen sie stehen – unterschiedliche Grade an Wahrscheinlichkeit aufweisen. (Und bei vielen dieser Vermutungen ist es im praktischen Leben unsinnig, ihre Richtigkeit zu bezweifeln. [11]) Diese skeptizistische Grundeinstellung bei mir führt dazu, dass ich des Öfteren Formulierungen benutze wie »es wird wohl so sein«, »ich vermute«, »ich nehme an« etc. Es gibt Leser, bei denen solche Formulierungen den Eindruck erwecken, da schreibe jemand über etwas, von dem er nichts oder nur wenig weiß. Das ist ein falscher Eindruck. Ich verfüge im Großen und Ganzen über das gleiche »Wissen«, über das viele andere Autoren philosophischer Lehrbücher auch verfügen. (Ein Alleswisser bin ich aber nicht, da es Alleswisser gar nicht gibt, wie im Kapitel  Halbwissen oder Vielwisserei? bereits dargestellt.) Doch viele Autoren haben keine skeptische oder eine erheblich geringere skeptische Grundhaltung als ich und sind deshalb der Auffassung, sicheres Wissen zu verbreiten. Zum Teil verbreiten sie aber verschiedenes einander ausschließendes sicheres Wissen. Genau das versuche ich zu vermeiden. (Was nicht bedeuten muss, dass es mir immer gelingt. Aber »Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen«; vom Dogmatismus. Dieser Satz Goethes wird meist religiös interpretiert, doch ich meine, man kann ihn auf viele andere Bereiche auch anwenden.) Wer unumstößliche Wahrheiten sucht und braucht, der muss auf den Homepages der verschiedenen Religionen nachsehen oder auf den Homepages anderer Weltanschauungen, die mit Absolutheitsansprüchen verbunden sind. Ich versuche hier das wiederzugeben, was ich über die verschiedenen Philosophen, philosophischen Strömungen und philosophischen Begriffe weiß, möchte meine eigenen Gedanken dazu vortragen und zu selbständigem Denken anregen.


Ist das philolex ein Lexikon oder eine Kommentarsammlung?

Es ist in erster Linie ein Lexikon bzw. eine kleine Weltgeschichte der Philosophie; da hier die verschiedenen Philosophen, philosophischen Richtungen und viele philosophische Begriffe erklärt werden. Da aber in vielen Beiträgen auch meine persönlichen Auffassungen entweder in eckigen Klammern oder in einem Extrakapitel »Kritik an ...« dargestellt sind, ist es zusätzlich auch eine Kommentarsammlung. Wenn behauptet wird, das philolex gebe nur die subjektive Perspektive des Autors wieder, dann entgegne ich dem: 1. Meine Darstellungen weichen im Großen und Ganzen nicht von dem ab, was in vielen anerkannten philosophischen Lehrbüchern und Büchern über die Geschichte der Philosophie steht. 2. Letztendlich gibt jedes Buch bzw. jede Internetseite die subjektive Perspektive des Autors wieder.


Ist das philolex nicht häufig dogmatisch, intolerant und polemisch?

Ich habe mehrfach betont, dass ich kein Dogmatiker sein will und mich für eine offene, tolerante Gesellschaft einsetze. Ich weiß aber, dass ich mit meinem Auftreten, mit der Art wie ich schreibe, manchem Leser als dogmatisch und intolerant erscheine. Ich will auch nicht ausschließen, dass ich mitunter dogmatischer und intoleranter bin, als ich es will. Ich sehe es folgendermaßen: Nicht dogmatisch zu sein, bedeutet nicht, dass man keine Standpunkte hat und vehement und mit allem rhetorischen Geschick, über das man verfügt, diese Standpunkte schriftlich oder in Gesprächen vertritt. (Im praktischen Leben braucht man sowieso Standpunkte, weil man ansonsten handlungsunfähig würde. [12]) Nicht dogmatisch sein heißt, in Erwägung ziehen, dass man sich täuscht. Toleranz heißt nicht, dass man nicht andere Standpunkte angreift, kritisiert. Toleranz heißt, dem Andersdenkenden das gleiche Recht zuzubilligen, seine Standpunkte mündlich, schriftlich usw. zu vertreten. Toleranz heißt nicht, dass sich alle ständig nur lieb haben und alle Gegensätze und Widersprüche ignoriert werden. Offener Meinungsstreit und Kritik ist es, was eine Gesellschaft, was Wissenschaft und Philosophie voranbringt. Gesellschaften in denen es keinen offenen Meinungsstreit und keine Kritik gibt, stagnieren und gehen irgendwann unter. Offene Gesellschaften funktionieren – wie die Geschichte x-fach bewiesen hat –, am besten. – Manchmal sind Standpunkte nach meiner Überzeugung so kurios, dass sie zur Polemik geradezu einladen. Und wenn es sich dabei um Auffassungen handelt, die in der Geschichte schon häufig großes Unheil über die Menschen gebracht haben, dann mache ich auch von der Polemik Gebrauch. Ansonsten würde mir das Schreiben keinen Spaß machen und dann gäbe es das philolex gar nicht. Im Übrigen gestatte ich es jedem Andersdenkenden ebenfalls polemisch zu sein. Polemik ist wie ein Gewürz. Und da die Geschmäcker verschieden sind, wird ein Text durch sie für einige Leser pikanter, für andere unappetitlich.


Wenn ich um freiwillige Lesegebühren bitte, wäre es da nicht angebracht, mich mit Angriffen auf andere Überzeugungen und mit Kommentierungen zurückzuhalten?

Ich schreibe erstens aus Spaß und zweitens, weil ich – neben einer Einführung in die Philosophie – auch meine Überzeugungen darstellen möchte. Drittens würde ich auch gerne damit Geld verdienen, bzw. zumindest das wieder reinkriegen, was ich bei der Erstellung und beim Posten des philolex ausgebe. Aber nicht auf Kosten von erstens und zweitens! Wenn ich vorrangig darum bemüht wäre Geld zu verdienen, dann müsste ich auf alles verzichten, was eventuell Leser verärgern und vergraulen könnte. Da es aber nun Leser mit unterschiedlichsten Überzeugungen, Vorlieben, Abneigungen etc. gibt, müsste ich dann sehr vieles weglassen. Zuerst einmal müsste ich meine Vorstellungen von der Notwendigkeit der Selbstevolution des Menschen zu Höheren Arten geheim halten und alle entsprechenden Texte und Anmerkungen in dieser Richtung löschen. Denn das ist mit Abstand das umstrittenste Thema, das ich behandle. Da fällt bei vielen Menschen die Klappe, da hören sie auf zu lesen, zu diskutieren und nachzudenken. Meine zentrale Überzeugung würde ich nicht mehr erwähnen können. Dann dürfte ich keinerlei Kritik an der Religion und den einzelnen Religionen vornehmen, denn unter religiösen Menschen gibt es eine größere Spendenbereitschaft als bei nichtreligiösen Menschen. Nun hat mir aber die Religion und speziell das Christentum großen Schaden zugefügt. Deshalb bin ich nicht bereit, auf eine Kritik daran zu verzichten. Dann müsste ich jeden Philosophen mit Samthandschuhen anfassen, besonders diejenigen, die eine große Anhängerschaft haben. Ich dürfte nicht mehr auf die faschistoiden Äußerungen Nietzsches hinweisen, nicht erwähnen, dass Marx sich in seinen Grundauffassungen getäuscht hat, dass der  kategorische Imperativ Kants ein frommer Wunsch ist, dass Platons Philosophie zu großen Teilen einen circulus vitiosus darstellt usw. usf. Ich könnte am Ende nur noch eine schale Einheitssuppe präsentieren. Und das mache ich nicht. – Sollte irgendwann mal ein Verlag mit dem Vorschlag an mich herantreten, das philolex in einer Fassung, ohne meine Kommentare, Kritiken und Essays in den Handel zu bringen, dann würde ich mich unter zwei Voraussetzungen darauf einlassen: 1. Dass das philolex – nicht ganz aber teilweise – mit meinen Kommentaren, Kritiken und Essays im Internet verbleibt. 2. Dass ich für die Arbeit, die mir bei der Erstellung einer solchen (bereinigten) philolex-Fassung entstehen würde, ein angemessenes Honorar bekäme. Für ein paar Euro mehr im Monat werde ich mich nicht geistig kastrieren! Wer meine im Internet freiverfügbaren Texte liest, wird es in Kauf nehmen müssen, dass er meine Vorstellungen dabei kennenlernt, was ja nicht bedeutet, dass er diese teilen muss. Wer das partout nicht will, muss andere Autoren lesen.


Werden im philolex nicht Philosophen und philosophische Systeme bzw. Strömungen häufig falsch dargestellt?

Meine Darstellungen weichen im Großen und Ganzen – abgesehen jetzt mal von den Wertungen und dem einen oder anderen Detail – nicht von dem ab, was in vielen anerkannten philosophischen Lehrbüchern und Büchern über die Geschichte der Philosophie steht. Nun bekomme ich des Öfteren Mails von Anhängern bestimmter Philosophen oder philosophischer Richtungen, in denen mir vorgeworfen wird, diesen Philosophen bzw. diese philosophische Richtung nicht richtig darzustellen. Was aber in den meisten dieser Zusendungen fehlt, sind konkrete Hinweise, was ich angeblich falsch darstelle oder was ich an Wichtigem angeblich weglasse. Wenn Konkretes genannt wird, habe ich etwas, über das ich nachdenken kann. Hin und wieder nehme ich dann auch Änderungen vor. (Meistens überzeugen mich die Einwände aber nicht.) Äußerungen wie »Was Sie über Nietzsche schreiben, ist großer Quatsch. Schöne Grüße« nützen mir und dem jeweiligen Mail-Schreiber nichts. Dass es Menschen gibt, die mit meinen Darstellungen in einigen oder auch vielen Punkten nicht übereinstimmen, weiß ich sowieso. Wenig bringt es auch in der Regel, wenn mir jemand schreibt, ein bestimmter Philosoph hätte dieses oder jenes gesagt, aber keine Quelle, kein Text angegeben wird, wo ich das überprüfen kann. Wenn man mir vorwirft, ich würde bestimmte Texte, Zitate etc. falsch auslegen, an anderer Stelle hätte der Autor sich doch ganz anders geäußert etc. dann müssen diese anderen Texte auch quellenmäßig belegt werden.

Philosophen sind nicht immer das, was sie von sich denken oder behaupten. Z. B. hat sich Hegel vom Pantheismus distanziert, wird aber von vielen Kennern seiner Philosophie als der pantheistische Philosoph schlechthin angesehen. Platon hat sich meines Wissens nie als Dogmatiker verstanden, aber aus seinen Schriften ist erkennbar, dass er über die Richtigkeit der Grundaussagen seiner Philosophie nie einen Zweifel hatte. Hobbes wird allgemein als Atheist angesehen, obwohl er selbst sagte, Gott sei philosophisch nachweisbar. Andererseits sagte er aber auch, nur die Körper und deren Bewegung hätten Wirklichkeit. Man könnte viele weitere Beispiele aufzeigen. Philosophen waren in ihren Aussagen nicht immer widerspruchsfrei. Manchmal wussten sie beim Verfassen einer Schrift wohl selbst nicht mehr, was sie in früheren Jahren behauptet hatten. Oder ihre Auffassungen hatten sich geändert. Wenn Philosophen sich widersprechende Aussagen gemacht haben, dann wird diesen verschiedenen Aussagen später von anderen Menschen ein unterschiedliches Gewicht gegeben. Wenn Aussagen nicht eindeutig waren, dann werden diese später von anderen Menschen interpretiert. Meine Gewichtungen und meine Interpretationen weichen des Öfteren von den Gewichtungen und Interpretationen anderer Autoren philosophischer Texte ab. Ob sie deshalb falsch sind, ist wohl eine Frage der subjektiven Wertung verschiedener Leser. Ich habe mehrfach dazu geraten, sich seine Informationen zur Philosophie nicht nur von einem Autor zu verschaffen.


Werden im philolex nicht Begriffe häufig falsch verwendet bzw. falsch erläutert?

Es ist mir schon vorgeworfen worden, ich würde hier Begriffe falsch verwenden bzw. falsch erläutern. Diese Vorwürfe waren bisher ausschließlich dadurch bedingt, dass einige Begriffe bei verschiedenen Philosophen oder in verschiedenen philosophischen Systemen oder Strömungen verschiedene Bedeutungen haben. Es gibt Leser, denen nur eine andere Bedeutung bekannt war, als hier verwendet bzw. erläutert wird. Und es gibt Leser, denen zwar mehrere Bedeutungen eines Begriffs bekannt waren, die aber die eine Bedeutung für richtig und die anderen Bedeutungen für falsch halten. Mit »falsch« und »richtig« ist es in der Philosophie etwas schwieriger als in den Naturwissenschaften. Genaueres steht in der Anmerkung 1.


Sind nicht viele meiner philosophischen Auffassungen schon lange widerlegt?

Ich habe schon des Öfteren Mails bekommen, in denen behauptet wurde, gewisse von mir vertretene philosophische Auffassungen, seien schon lange widerlegt, und gewisse von mir aufgeworfene Fragen, seien schon lange beantwortet. Leider wurden in der Regel die Argumente, die eine bestimmte Aussage angeblich widerlegten, bzw. eine gewisse Frage angeblich beantworteten, nicht genannt. Und wenn sie auf Nachfrage genannt wurden, stellte sich immer heraus, dass es sich um Argumente handelte, die nur von einem Teil der philosophisch tätigen und interessierten Menschen für richtig gehalten werden. In solchen Fällen kann man aber nicht von Widerlegung oder Beantwortung sprechen, sondern lediglich von verschiedenen philosophischen Standpunkten. Natürlich ist es mir bekannt, dass es unter den philosophisch tätigen und interessierten Menschen nicht nur Skeptizisten, Solipsisten und Pantheisten gibt. Wenn mir dies nicht bekannt wäre, wie sollte ich dann das philolex betreiben? Es gibt in der Philosophie unterschiedliche Strömungen, Systeme etc., die zum Teil völlig divergierende und differierende Auffassungen beinhalten, durch die völlig unterschiedliche Ansätze und Vorgehensweisen zum Ausdruck kommen und deren Vertreter sich häufig gegenseitig den Verstand, die Ehrlichkeit und das Existenzrecht absprechen. Deshalb ist es äußerst problematisch, davon zu sprechen, bestimmte philosophische Positionen seien widerlegt und bestimmte philosophische Fragen seien beantwortet. Wenn Leute dies behaupteten, dann hatten sie ihre philosophischen Auffassungen mit der Philosophie schlechthin gleichgesetzt. Und das geht nicht an. Tatsächlich war es so, dass sie persönlich oder die Vertreter der von ihnen für richtig gehaltenen philosophischen Richtung meinten, bestimmte Auffassungen seien widerlegt und bestimmte Fragen seien beantwortet. Andere Philosophen, bzw. Anhänger anderer philosophischer Systeme und Strömungen sehen das anders.


Werden im philolex nicht häufig Wörter falsch geschrieben?

Wenn im philolex Wörter falsch geschrieben sind, dann kann das mehrere Ursachen haben:

Ich betreibe das philolex als Hobby. Es gibt aber niemanden, der meine Texte hobbyhalber Korrektur liest. Deshalb befinden sich in meinen Texten gelegentlich Flüchtigkeitsfehler. Z. B. »den« statt »denn«, »das« statt »dass«. etc. Besonders ärgerlich ist es, wenn irgendwo eine Vorsilbe stehengeblieben ist, die bei der Überarbeitung eines Satzes eigentlich hätte gelöscht werden müssen und so eine bejahende Aussage zu einer verneinenden Aussage wird. Für Hinweise auf solche Fehler bin ich immer sehr dankbar. Weder ich noch meine Texte sind fehlerfrei.

Ich schrieb bisher nach den traditionellen Rechtschreibregeln. Seit Anfang 2009 werden die Artikel nach und nach auf die neue Rechtschreibung umgestellt. Bei einigen hundert Texten wird es allerdings etwas dauern, bis alle umgestellt sind.

Die Schreibweise von Philosophen und philosophischen Begriffen, von geschichtlichen, geographischen und weiteren Angaben ist in der Literatur häufig unterschiedlich. Bei der Darstellung der altgriechischen Philosophie findet man sowohl »Plato« wie »Platon«, »Heraklit« wie »Herakliteos«. Bei den Namen chinesischer Philosophen und Begriffe gibt es eine noch größere Vielfalt. Die Übersetzung vom Chinesischen ins Deutsche ist nicht so eindeutig machbar, dass nicht andere Übersetzungen möglich wären. »Lao Tse« heißt inzwischen häufig »Lao Zi«. Das Buch »Tao-te King« heißt inzwischen häufig »Dao De Jing«. Die Schreibweise europäischer Philosophen und Begriffe wurde früher vielfach eingedeutscht. Aus »c« wurde oft »k«. In älterer Literatur wird häufig eine andere Schreibweise benutzt als in neuerer Literatur. Man findet »Kusanus« und »Cusanus«, »Petrarka« und »Petrarca«. Meine Schreibweise hängt in der Regel davon ab, in welchem Buch ich dieses Wort zum ersten mal gelesen habe. Wenn ich bemerke, dass dieses Wort mehrheitlich anders geschrieben wird, dann passe ich meine Schreibweise dem an.


Worttrennungen und Zeilenumbrüche

Die Texte hatten ursprünglich auf dem Monitor eine feste Breite (600 Pixel). Wegen der Veränderung der Ausgabegeräte, statt herkömmlicher Monitore auch Tabletts und Smartphones, und der Vergrößerungsmöglichkeit, die die heutigen Browser anbieten, bin ich davon abgegangen. Die Texte sind aber noch nicht an allen Stellen der freien Breite und dem freien Zeilenumbruch angepasst, was mitunter unschön aussieht.


Konjunktiv oder Indikativ?

Als ich 1998 begann, aus meinen philosophischen Aufzeichnungen Internetseiten zu erstellen, habe ich bei der Darstellung der philosophischen Position der verschiedenen Philosophen den Indikativ benutzt, so wie es in fast allen Büchern zur Weltgeschichte der Philosophie üblich ist. Nach einigen Jahren ging ich dazu über, bei der Darstellung der Auffassungen anderer Menschen den Konjunktiv zu benutzen, auch um meine Positionen von denen anderer Autoren stilistisch klarer abzugrenzen. Das ist bei Lexikoneinträgen eher die Ausnahme, in der Literatur und auch bei Nachrichten und Reportagen aber weitverbreitet. Doch bis alle philolex-Artikel entsprechend umgearbeitet sind, wird noch einige Zeit vergehen. Wird in einem Artikel bei der Darstellung der Auffassungen eines Philosophen der Indikativ verwendet, dann ist dieser Artikel nur noch nicht überarbeitet.


Vorsicht Fälschungen !!!

Es kommt immer wieder vor, dass Teile meiner Texte in fremden Dateien auftauchen, zum Teil mit Quellenangabe, zum Teil aber auch ohne jeden Hinweis auf den Verfasser. (Wenn es mit Quellenangabe in Foren passiert, habe ich nichts dagegen.) In solchen Fällen gibt es keine Sicherheit dafür, dass der Text unverändert ist oder andere Leute etwas hineingeschrieben haben. Solche Texte können Aussagen enthalten, die nicht meine Auffassungen wiedergeben. Es kommt auch vor, dass komplette Dateien von anderen Leuten ohne meine Zustimmung auf deren Homepages gepostet werden. Es gibt in solchen Fällen keine Sicherheit, dass der Text nicht verändert wurde, und dass es sich um die aktuellste im Internet vorhandene Fassung handelt. Inzwischen habe ich auch erlebt, dass meine gesamte Homepage mit hunderten von Dateien auf fremden Servern gepostet ist. Die Leute, die das machen, bleiben anonym. Ich kann sie nicht anschreiben und auffordern, das zu unterlassen. Auf solchen Seiten sind Veränderungen offensichtlich. Deutsche Wörter sind durch englische oder spanische Wörter ersetzt. Gegen so etwas kann man leider (so gut wie) nichts unternehmen. Wenn in der Adresszeile am Anfang steht: http://www.philolex.de/ oder http://www.p-moeller.de/, dann ist man auf meiner Seite. Wenn in der Adresszeile etwas anderes steht, dann handelt es sich um eine unautorisierte Veröffentlichung und eventuell um (Ver)Fälschungen.


Vorsicht: Verleumdungen und Falschdarstellungen !!!

Ich habe nichts gegen Kritik; ganz im Gegenteil. Durch Kritik lerne ich. Ich habe schon viele Fehler auf Grund von kritischen Mitteilungen meiner Leser berichtigen können und dafür bin ich dankbar. Es kommt aber leider immer wieder vor, dass Menschen, die mich aufgrund meiner Darstellung und Bewertung der verschiedenen Philosophen bzw. philosophischen Richtungen, meiner Religionskritik oder wegen meiner Zukunftsvisionen nicht mögen, verleumden, bestimmte Aussagen bewusst verdrehen, oder mich aus mangelnder Phantasie oder mangelndem Begriffsvermögen einfach nicht verstehen. Es gibt leider auch die bedauernswerten Menschen, die mangels eigener Leistungen meinen, sich dadurch profilieren zu müssen, dass sie leistungsfähigere und erfolgreichere Menschen angreifen etc. Und es gibt leider auch immer wieder Menschen, die auf Verleumdungen, Hetze, Falschdarstellungen etc. hereinfallen. Gerade im Internet kann man gegen solche Dinge leider (so gut wie) nichts machen. Der Aufwand, denn man betreiben müsste, steht häufig in keinem Verhältnis zu den Erfolgsaussichten, oft würde man Verleumdern geradezu in die Hände arbeiten, sie aufwerten. Da kann man oftmals einfach nur das tun, was ein Baum tut, wenn ein Schwein sich an ihm reibt.


Gibt es das philolex auch zum Ausdrucken als PDF- oder DOC-Dateien?

Nein. Das philolex ist für das Internet bzw. für den Computer und für den Computerbildschirm gedacht und geschrieben. Es existiert nur aus HTML-Dateien, d. h. aus Dateien, die man mit einem Internet-Browser öffnet. Diese Dateien sind nicht dafür gedacht, auf Papier gedruckt zu werden. Wenn sie ausgedruckt werden, geht ein wichtiger Aspekt des philolex verloren. In meinen Texten befinden sich viele Links zu anderen Texten. Gerade das schnelle Springen zu einer Fremdworterklärung, zu bzw. in einem anderen Text, in dem das gerade Angesprochene näher oder anders erläutert wird etc., macht einen Teil des Wertes des philolex aus. Das kann man mit Büchern auch nicht annähernd so komfortabel gestalten. Ein anderer wichtiger Aspekt des philolex ist, dass man es ständig korrigieren und erweitern kann. Das kann man mit gedruckten Texten nicht machen. An meinen Texten arbeite ich ständig. Würde ich sie auch in anderen Dateiformaten als dem HTML-Format vorrätig haben wollen, müsste ich jede veränderte Datei wieder in verschiedene Formate übertragen. Die Zeit, die ich dafür aufwenden müsste, würde mir für das Schreiben neuer Texte verloren gehen. Deshalb mache ich mir diese Arbeit nicht. – Es ist mir klar, dass viele Menschen, die noch ohne Computer und ohne Internet aufgewachsen sind, gerne ein Buch in der Hand haben wollen oder zumindest Kopien, Schreibmaschine beschriebene DIN A 4 Seiten usw. Das ist es, woran sie gewöhnt sind. Ich halte es aber für sehr wahrscheinlich, dass Bücher, Papierzeitschriften etc. bald nur noch eine Sache für Museen und Liebhaber alter Dinge sein werden. (So wie heute schon Grammofon-Schallplatten.) Der Computer und das Internet werden die Informations-Erarbeitung, -Verarbeitung und -Verbreitung so revolutionieren, dass Papier bald keine oder nur noch eine sehr marginale Rolle spielen wird. Ich eile mit der Art, wie ich veröffentliche, nur der Zeit etwas voraus. [13]


Können am philolex auch andere mitarbeiten?

Das philolex war bisher die Leistung eines einzelnen Menschen. Das muss aber nicht so bleiben. Ich würde sogar gerne mittelfristig eine Art »philolex e. V.« gründen, um aus dem philolex eine dauerhafte Sache zu machen, die meine Person, die den Gründer überdauert. Nun bin ich noch nicht in einem Alter, wo ich täglich damit rechnen muss, den Löffel oder die Tastatur abzugeben. Aber älter als der durchschnittliche Internet-Nutzer bin ich nun mal. Nun sind aber zwei Dinge zu beachten: 1. Meinungsverschiedenheiten sind unter selbstdenkenden Menschen eine Selbstverständlichkeit. Ich erwarte nicht, dass andere mit meinen Auffassungen immer übereinstimmen. Und Anbiederei und Kriecherei kann ich überhaupt nicht vertragen. 2. Das philolex hat eine gewisse Grundausrichtung, die ich erhalten haben möchte. Es ist skeptisch und religionskritisch, aber nicht  materialistisch, sondern  agnostizistisch. Es beinhaltet metaphysische Überlegungen, die aber nicht dogmatisiert werden. Es ist den Naturwissenschaften und besonders den Zukunftstechnologien gegenüber aufgeschlossen. Es ist humanistisch mit einer gewissen Nähe zum Transhumanismus, ohne dieser Bewegung kritiklos gegenüberzustehen. Wer mit dieser Grundausrichtung nicht übereinstimmen kann, mit dem würde ich nicht harmonieren, der könnte am philolex nicht in der von mir gewünschten Weise mitarbeiten. Sollte es Menschen geben, die sich mit dieser Grundausrichtung identifizieren können, so sind sie trotz Meinungsverschiedenheiten im Detail herzlich zu konkreteren Gesprächen eingeladen.


Woran liegt es, dass einige philolex-Artikel über Jahre hinweg »under construction« sind?

Bei einigen Themen muss ich mir das Wissen erst erarbeiten. Ich schreibe nicht einfach irgendwo ab. Was ich in meine Artikel schreibe, das will ich vorher selber verstanden haben. Nun kann und will ich mich nicht schwerpunktmäßig mit Philosophie beschäftigen. Ich habe einige Verpflichtungen und auch noch andere Hobbys. Und meine Beschäftigung mit Philosophie ist auch nicht immer auf das philolex bezogen. Ich lese auch oft philosophische Literatur oder Internet-Artikel, diskutiere in Foren mit, ohne dass dies unbedingt das philolex wachsen lässt. Nichtsdestotrotz ärgert es mich auch, wenn ich feststelle, dass ich mir vor Jahren vorgenommen habe, einen bestimmten Artikel zu schreiben, und der dann in den Anfängen stecken geblieben und in Vergessenheit geraten ist. Wer eine freiwillige Benutzergebühr zahlt, kann die Fertigstellung eines bestimmten Artikels verlangen. Ich verspreche, dass ich mich dann auch schwerpunktmäßig um diesen Artikel kümmere.


Wenn Sie mir eine Mail schicken wollen

dann können Sie sich und mir viel Arbeit ersparen, wenn Sie folgendes berücksichtigen:


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Zitierte Literatur

Grundsätzliches zu Literatur und Internet: Die Benutzung von Literatur ist immer noch sicherer als die Benutzung des Internets. Womit ich Buch-Autoren aber keinen Persilschein ausstellen will. Verlage und Bücher unterliegen einer stärkeren öffentlichen Kontrolle als Websites. Verlage veröffentlichen in der Regel – die bekanntlich durch Ausnahmen bestätigt wird – Bücher von Autoren, deren Sachverstand hinsichtlich ihres Themas anerkannt ist und sie haben Lektoren, die die Texte Korrektur lesen. Man kann sich außerdem über die Ausrichtung der verschiedenen Verlage informieren. Im Internet gibt es eine ganze Menge sehr wertvoller, informativer Seiten, aber auch eine ganze Menge Müll. Nicht jede Falschinformation kann vom Anfänger gleich als falsch erkannt werden. Im Internet kann jeder veröffentlichen, was er will. Der Sachverstand der Autoren wird von niemandem geprüft, Texte oft nicht Korrektur gelesen. Man kann behaupten, Platon sei ein Außerirdischer gewesen oder Karl Marx hätte die Sowjetunion gegründet. Das wird einem nicht verboten. (Das Lustigste, was ich bisher gelesen habe: »Max Horkheimer wurde 1903 unter dem Namen Theodor W. Adorno geboren.«) Diese Skepsis muss ich natürlich auch meinen im Internet veröffentlichten Texten gegenüber akzeptieren.

Vorherigen Absatz habe ich Ende der 90er Jahre geschrieben. Damals hatte er volle Gültigkeit. In den letzten vierzehn Jahren ist das Internet dermaßen gewachsen, hat die Zahl seriöser Seiten dermaßen zugenommen, dass vorheriger Absatz relativiert werden muss. Bücher verlieren mehr und mehr an Bedeutung. Um sich zuverlässig zu informieren, reicht mehr und mehr das Internet aus. Man muss bloß etwas vorsichtig sein bei der Auswahl der Seiten. So wie in früheren Jahrzehnten Kinos, Theater und Sportstätten durch das Fernsehen stark zurückgedrängt wurden (ohne zu verschwinden), so werden in den nächsten Jahrzehnten Bücher, Zeitschriften und Zeitungen aus Papier ganz entscheidend an Bedeutung verlieren. Ich muss immer seltener in die Bibliothek, um an bestimmte Informationen zu kommen. Das war Ende der 90er Jahre noch ganz anders.


Literatur alphabetisch geordnet nach Autor oder Titel.

dtv-Atlas Philosophie, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1991 [Kurze lexikalische Darstellung der bedeutendsten Philosophen und philosophischen Richtungen, mit vielen Illustrationen.]

Gaarder, Jostein, Sofies Welt, Roman über die Geschichte der Philosophie, Carl Hansen Verlag München Wien, 1993. Ich habe dieses Buch gelesen und führe es hier auf, weil ich weiß, dass viele Kinder und Jugendliche, aber auch interessierte Erwachsene dieses Buch geschenkt bekommen, kaufen bzw. ausleihen. Weil sie sich einen leichten Einstieg in die Philosophie erhoffen. Gaarder führt ein in seine Interpretation der Geschichte der Philosophie und in seine Interpretation der Philosophie. Manches, was er schreibt, ist in der philosophischen Welt umstritten, wird gar nicht von allen philosophisch informierten Menschen so gesehen. Das kann aber ein Leser, der zum ersten Mal in seinen Leben mit Philosophie in Berührung kommt, nicht wissen. Mit diesem Buch mag man manchen für die Philosophie und die Philosophiegeschichte interessieren, der ansonsten keinen Zugang zu ihr gefunden hätte. Wer dieses Buch aufmerksam liest, weiß danach viel Wichtiges und Richtiges aus der Philosophie und der Philosophiegeschichte. Es steht in diesem Buch aber auch manches, was für Philosophieanfänger entbehrlich ist. Wer sowieso vor hat, sich einen Überblick über die Philosophie zu verschaffen, der muss nicht unbedingt dieses Buch wählen. Die romanhaften Einkleidungen des Philosophiekurses können auch störend sein. Ich habe sie jedenfalls als störend empfunden. Andere Menschen, die es gewöhnt sind Romane zu lesen, werden das eventuell anders sehen.

Helferich, Christoph, Geschichte der Philosophie, J. B. Metzlerische Verlagsbuchhandlung Stuttgart 1992. (Auch dtv 1998. Im weiteren Helferich 2.) Christoph Helferich, Jahrgang 1950, Beruf Lektor, studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie. Lebt in Florenz. [Das Buch ist für Einsteiger und interessierte Laien geeignet, da es in leicht verständlicher Sprache geschrieben ist. Allerdings kann es wegen seines Umfanges etwas abschreckend wirken. Kein Buch, das man mal eben liest. Ich teile nicht alle Wertungen und Interpretationen, die der Autor vornimmt. Zum Teil erscheinen sie mir sehr ungewöhnlich. Z. B. seine Beurteilung des Marxismus und der auf ihn aufbauenden Richtungen teile ich häufig nicht. Ich empfehle dieses Buch, aber auch nur als eines unter mehreren.]

Hirschberger, Johannes, Geschichte der Philosophie, 2 Bände, Verlag Herder, Freiburg im Breisgau, 1981 und 1984 (Im weiteren Hirschberger 1 und 2) Am Ende der verschiedenen Abschnitte ist jeweils ein umfassendes Literaturverzeichnis. Man könnte Hirschbergers Bücher durchaus als einen kleinen Fachkatalog für philosophische Literatur bezeichnen. [Hirschberger (1900–1990) war ursprünglich katholischer Priester, später Philosophieprofessor. Er lehrte an der Katholischen Universität Eichstätt und der Universität Frankfurt/Main Religionsphilosophie. Er war  Idealist und Metaphysikbefürworter. Entsprechend sind seine Interpretationen und Wertungen. Ein weiterer und zwar viel wichtigerer Kritikpunkt ist, dass Hirschberger viele altgriechische, lateinische und französische Wörter, Redewendungen und manchmal auch ganze Sätze benutzt, die er nicht übersetzt. (In früheren Auflagen waren die altgriechischen Wörter nur in altgriechischer Schrift wiedergegeben.) D. h. ja nichts anderes, als dass er auf Leser, die nicht zumindest eine Grundausbildung in diesen Sprachen haben, bzw. die von Menschen mit einer solchen Ausbildung betreut werden, keinen Wert legte. Er hat für Fachleute bzw. für angehende Fachleute geschrieben, nicht für interessierte Laien. Der interessierte Laie ist mit Störig besser bedient. Nichts desto trotz handelt er sich um lesenswerte Bücher.] Hirschberger-Biographie bei Wikipedia.

Hirschberger, Johannes, Kleine Philosophiegeschichte, Verlag Herder, Freiburg im Breisgau, 1992 (Im weiteren Hirschberger 3) [Eine Kurzfassung der »Geschichte der Philosophie«, ca. ¼ davon. Wer aber nun glaubt, in der abgespeckten Version für den breiteren Leserkreis würde auf für viele Menschen unverständliche Begriffe verzichtet oder diese zumindest erklärt, dem sagt Hirschberger: »Der Philosoph fällt ... von sich selbst ab, wenn er allzu populär wird,...« (S. 173) Und so heißt es dann Z. B. auf Seite 212: »Jean-Paul Sartre (*1905), an sich ein Bohémien und Ecrivain ...« Da nehmen viele Leser das Fremdwörterlexikon zur Hand in der Hoffnung, diese Wörter dort erklärt zu bekommen. Auf den Seiten 213/214 wird gefragt, ob der Marxismus eine Philosophie oder eine Ideologie sei. Ich will nicht den Marxismus, schon gar nicht den orthodoxen Sowjetmarxismus verteidigen, finde es aber merkwürdig, dass sich der Inhaber eines Konkordatslehrstuhls über Parteilichkeit und mangelnde Voraussetzungslosigkeit beklagt. Nichts desto trotz empfehle ich auch dieses Buch. Allerdings nur als eines unter mehreren.]

Höffe, Otfried (Hrsg.), Klassiker der Philosophie, 2 Bände, Verlag C. H. Beck München 1985 (Im weiteren Höffe 1.) Prof. Dr. Otfried Höffe, Professor für Philosophie an der Universität Tübingen. Seine Homepage.

Höffe, Otfried, Kleine Geschichte der Philosophie, Verlag C. H. Beck, München 2001 [Das Buch ist in einer für interessierte Laien und Studienanfänger verständlichen Sprache geschrieben.] Am Ende der einzelnen Kapitel verweist der Autor auf Texte der besprochenen Philosophen, die man zu Beginn einer Beschäftigung mit diesen Philosophen lesen sollte. Das Buch ist mit 180 Bildern illustriert. (Im weiteren Höffe 2.)

Metzler-Philosophen-Lexikon, J. B. Metzlerische Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 1989. Portraits von 300 Philosophen auf ca. 850 Seiten. Die Beiträge sind in der Regel von der Länge mehrerer Buchseiten und von über 100 verschiedenen Autoren geschrieben. [Eine allgemeine Gesamtbeurteilung, die sich auf alle Beiträge bezieht, möchte ich deshalb nicht vornehmen. Welche Personen aufgenommen und welche weggelassen wurden, die Länge der verschiedenen Beiträge, sowie einige etwas überholte altlinke Vorstellungen vermittelten mir den Eindruck einer gewissen Linkslastigkeit. So ist schon der Beitrag zu Marx und Engels der längste überhaupt und der Marxismus wird dort als »wissenschaftlich-philosophische Revolution« bezeichnet. (S. 510) An anderer Stelle ist von der »historischen Mission des Proletariats« (S. 83) oder »der Entdeckung des Proletariats als Träger des welthistorischen Vernunftprinzips« (S. 325) die Rede. Äußerungen, die auf mich eine humoristische Wirkung haben. ( Arbeiter) Das Buch ist allerdings schon vor dem Zusammenbruch des stalinistischen Systems in Osteuropa erschienen. Mancher Autor möchte heute wohl auch nicht mehr daran erinnert werden, was er damals geschrieben hat. Zum Vergleich:  Hirschberger ist der Marxismus überhaupt kein eigenes Kapitel wert. (Bezieht sich auf die 12. Auflage von 1984.) Der Marxismus erscheint dort als ein Unterabschnitt im Kapitel über den  Materialismus. Ein solches Vorgehen ist genauso absurd und wird der geschichtlichen Bedeutung des Marxismus und seiner Bedeutung für die weitere Philosophiegeschichte in keiner Weise gerecht.]

Morris, Tom, Philosophie für Dummies, MITP-Verlag GmbH Bonn, 2000. [Der Titel ist reines Marketing! Dummies würden dieses Buch nicht verstehen. Ich habe dieses Buch gelesen und führe es hier auf, weil ich weiß, dass viele interessierte Laien dieses Buch nur aufgrund seines Titels kaufen bzw. ausleihen. Weil sie sich einen leichten Einstieg in die Philosophie erhoffen. Das Buch ist aber für Einsteiger ungeeignet, weil es nicht in die Philosophie einführt, sondern in die spezielle Philosophie von Tom Morris. Der war lange Zeit Professor an der katholischen Privat-Universität Notre Dame, in Indiana, USA. Das macht sich besonders bei seiner Auffassung zur Gottes- und Glaubensfrage bemerkbar, wo er theistische Positionen vertritt und konkurrierende Positionen ablehnt, beides mit – nach meiner Auffassung – unschlüssigen und unzureichenden Argumenten. (Die aber vielleicht für Dummies ausreichend sind ;-) Es werden konkurrierende philosophische Positionen zum Teil einseitig oder verkürzt und damit falsch dargestellt, z. B. der Skeptizismus. Und selbst dann sind die Argumente von Morris immer noch unzureichend. Auch einzelne Philosophen werden von ihm falsch dargestellt oder in seinem Sinne ausgelegt. Zwei weitere Punkte verhindern, dass dieses Buch eine gute Einführung ist: 1. Es werden philosophische Richtungen besprochen und kritisiert, die im deutschen Sprachraum nicht besonders bedeutend sind, deren Grundaussagen allerdings überall diskutiert werden, wo Menschen Philosophie betreiben. 2. Da der Text aus dem Amerikanischen übersetzt ist, werden viele Personen zitiert, die in Deutschland weitgehend unbekannt, in den USA aber intellektuelle Autoritäten sind.]

Nida-Rümelin, Julian (Herausgeber), Philosophie der Gegenwart, Alfred Kröner Verlag Stuttgart 1999. Dargestellt werden ca. 130 Philosophen des 20. Jahrhunderts. [Wegen der schwierigen Ausdrucksweise der meisten Beiträge für Laien und Anfänger nicht besonders geeignet. Jede Menge Fremdwörter und komplizierte Satzkonstruktionen. Mir ist aber kein anderes Buch bekannt, in dem die wichtigsten (meistdiskutierten) Philosophen und damit auch die Philosophie des 20. Jahrhunderts vollzähliger und kurz und knapp wiedergegeben ist. Ein Nachteil ist, dass die Vertreter des Radikalen Konstruktivismus ausgespart wurden. (Auch in der Ausgabe von 2007.) Ich habe manche Kritik an dieser Richtung, aber sie gehört nun mal zu den bedeutendsten philosophischen Strömung in den letzten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Aber so ist es leider oft in der Philosophie: Es wird nicht kritisiert, sondern ignoriert.
Besprechungen dieses Buches im Internet:
- Buchbesprechung

Philosophenlexikon, Autorenkollektiv, Dietz Verlag Berlin 1982. [Ein DDR-Lexikon, das ich nicht empfehle! Die Phrasen über »Marxismus-Leninismus«, »Revolutionäre Arbeiterbewegung« etc. können auch von Laien und Anfängern schnell identifiziert werden. Es steht aber auch viel schlichtweg Falsches drin, was von weniger gut informierten nicht so schnell als falsch erkannt werden kann. Philosophisch Vorgebildete können dieses Lexikon zusätzlich zu anderen Büchern benutzen. Man kann dieses Buch vergleichen mit einem Japanischen Kugelfisch, der nur genießbar ist, wenn man genau weiß, welche Teile man wegschneiden muss. Jeder, der nicht hundertprozentig die im damaligen Sowjetblock einzig erlaubte »marxistisch-leninistischen Philosophie« vertrat – oder bei den älteren Philosophen nicht als Vorläufer der marxistisch-leninistischen Philosophie interpretierbar ist –, wird auf irgendeine Weise niedergemacht. (Bürgerlicher, kleinbürgerlicher, spätbürgerlicher, reaktionärer Philosoph etc.) Auch durch die geschichtliche Entwicklung (Untergang des Sowjetsystems in Osteuropa) wirken diese Aussagen kurios bis dumm. Aber: Jede philosophische Richtung, jeder Philosoph hat seine Schwachstellen. Zwischen all dem Falschen, den Phrasen, dem Schubladendenken und den Dogmatismen findet man durchaus brauchbare Informationen. Es waren gutausgebildete Menschen, die die Beiträge zu diesem Buch verfassten, die aber aufgrund ihrer (damaligen) Überzeugungen und der politischen Verhältnisse etwas anderes nicht schreiben konnten und/oder wollten.]

Sandvoss, Ernst F., Geschichte der Philosophie, dtv wissenschaft, München 1989. Band 1: Indien, China, Griechenland, Rom. Band 2: Neuzeit Gegenwart. (Sehr nach Ländern und Regionen sortiert. Auch unbekannte Philosophen aufgeführt.)

Schulte, Günter, Schnellkurs Philosophie, DuMont Buchverlag Köln 2001. Ein sehr kompaktes Taschenbuch, das auf 190 Seiten (in kleiner Schrift) jede Menge Wissen über philosophische Richtungen, Philosophen, geschichtliche Ereignisse etc. bringt und dazu noch reichlich bebildert ist. »Eine Einführung in die Philosophie, so übersichtlich wie ein Lexikon, so unterhaltsam wie ein Roman, so anschaulich wie ein Bilderbuch.« So die Darstellung des Verlags. [Wer vor hat, fünf oder mehr Bücher über die Philosophie und deren Geschichte zu lesen, der sollte auch dieses in Erwägung ziehen, wegen der vielen Illustrationen, den kompakten, übersichtlichen Hinweisen auf philosophische Werke und geschichtliche Ereignisse etc. Wer allerdings nur ein Buch über die Geschichte der Philosophie lesen will, der sollte nicht dieses wählen! Dafür ist in vielen Fällen die Darstellung der Grundpositionen der Philosophen zu knapp und zum Teil »problematisch« um es mal sehr vorsichtig auszudrücken. Nur mal zwei Beispiele: Wer noch nichts über Marx weiß und sein Wissen über dessen Theorien nur auf dieses Buch stützt, wird den Eindruck bekommen, die Sexualität und das Geschlechterverhältnis seien sein zentraler Forschungsgegenstand gewesen. »Feuerbach sieht, wie Marx auch, den Grund des Elends im Geschlechterverhältnis.« (S. 123) Der Grund des Elends war für  Marx ökonomischer Natur: Eigentumsverhältnisse, Arbeitsteilung, Entfremdung. Zu Heideggers Philosophie wird u. a. geschrieben: »Sein ist jeweils Sein eines Seienden.« (S. 140) Nun war es aber gerade ein Hauptanliegen  Heideggers zwischen Sein und Seiendem zu unterscheiden.]

Speck, Josef (Hrsg.), (Kurzportrait) Grundprobleme der großen Philosophen, UTB Für Wissenschaft. [Die Beiträge sind in der Regel für Anfänger und Laien nicht geeignet. Sie setzen schon eine gewisse Übung im Lesen philosophischer Texte voraus. Und auch ein gutes Fremdwörterlexikon.] Vielbändiges Werk unterteilt in:

Stegmüller, Wolfgang, (1923–1991, Vertreter der analytischen Philosophie, Professor in München. Stegmüller-Biographie bei Wikipedia.) Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie, 4 Bände, Alfred Kröner Verlag, Stuttgart. [Die Beiträge sind in der Regel für Anfänger und Laien nicht geeignet. Sie setzen schon eine gewisse Übung im Lesen philosophischer Texte voraus.]

Störig, Hans Joachim, Weltgeschichte der Philosophie, Fischer Taschenbuch Verlag GmbH, Frankfurt/M 1987. (Seitenangaben beziehen sich auf diese Ausgabe, falls nicht ausdrücklich etwas anderes erwähnt wird. Für die vielen anderen Ausgaben – seit 1949 wurden über eine halbe Million Exemplare verkauft – stimmen diese Seitenangaben in der Regel nicht.) Prof. Dr. phil. Dr. jur. Hans Joachim Störig, geboren 1915. Lektor, Übersetzer, Verlagsleiter und Hochschullehrer. 1963 bis 1983 Leiter des Lexikographischen Instituts, München. [Störigs Buch ziehe ich  Hirschbergers »Geschichte der Philosophie« vor. Es ist verständlicher – nicht diese griechischen und lateinischen Wörter und Redewendungen – und »neutraler«. Während Hirschberger von idealistischen und katholischen Auffassungen aus die Geschichte der Philosophie darstellt und bewertet, hat bei Störig Kant ein größeres Gewicht. Im Gegensatz zu manch anderer »Geschichte der Philosophie« berücksichtigt Störig auch die Philosophie Chinas und Indiens. Unter akademischen Philosophen ist dieses Buch vielfach nicht besonders angesehen. Störig ist elitär denkenden Menschen wohl zu populär und zu verständlich.] Störig-Biographie bei Wikipedia.

Weischedel, Wilhelm, Die philosophische Hintertreppe, dtv München 1988. Für Einsteiger sehr zu empfehlen! Eine angenehm zu lesende, z. T. humorvolle Einführung in die Philosophie, die trotzdem jede Menge Wissen vermittelt. Wilhelm Weischedel (1905 bis 1975) studierte Evangelische Theologie, Philosophie und Geschichte; war Professor der Philosophie in Tübingen und Berlin. [Weischedel scheint Idealist und Metaphysikbefürworter gewesen zu sein, was sich in seinen Interpretationen und Wertungen bemerkbar macht. Ich schließe das auch aus einigen seiner Texte und Gedichte, die ich gelesen habe. In der Weischedel-Biographie bei Wikipedia wird gesagt, Weischedel hätte eine eigene existenzphilosophische Position vertreten und die radikale Fraglichkeit als Wesen der Wirklichkeit angesehen.] Weischedel hat sich auch als Herausgeber der Werke Kants einen Namen gemacht hat.

Windelband – Heimsoeth, Lehrbuch der Geschichte der Philosophie J. C. P. Mohr Tübingen 1957 [Ein Klassiker der Philosophiegeschichte.]


Wörterbücher:

Schmidt, Heinrich und Schischkoff, Georgi, Philosophisches Wörterbuch, Alfred Kröner Verlag Stuttgart 1978. (Für Einsteiger geeignet. In der Regel nur sehr knappe grundsätzliche Darstellungen der Begriffe.)

Hügli, Anton und Lübcke, Poul, (Hrsg.) Philosophie-Lexikon, Rowohlts Taschenbuch Verlag, Reinbek 1997. [Sehr gutes Lexikon, das alle wichtigen Philosophen und philosophischen Begriffe kurz und knapp wiedergibt. Umfangreicher als die anderen hier empfohlenen Lexika. (Mit Ausnahme des Ritter/Gründer Monumentalwerks.)]

Jugendlexikon Philosophie, Geschichte, Begriffe und Probleme der Philosophie. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Hamburg 1988 (Nicht nur für Jugendliche, sondern auch für andere Laien und Einsteiger geeignet.) [Das Buch sollte nur als eins unter mehreren benutzt werden. Es weist leider nicht zu rechtfertigende Lücken auf. So bedeutende philosophische Strömungen der Gegenwart wie Z. B. die Analytische Philosophie und der Positivismus und Neo-Positivismus tauchen als Stichwörter nicht auf. Auf dreihundert Seiten hätten wenigstens ein paar Sätze darüber stehen müssen. Carus wird auf S. 269 falsch zitiert. (Unterbewusstsein statt Unbewusstsein)]

Schülerduden »Die Philosophie«, Bibliographisches Institut, Mannheim 1985. (Nicht nur für Schüler, sondern auch für andere Laien und Einsteiger geeignet. Ist umfangreicher als das Jugendlexikon.) [Es ist auch von der inhaltlichen Darstellung der Begriffe besser und sollte dem  Jugendlexikon vorgezogen werden.]

Ritter, Joachim (Biographie bei Wikipedia) und Gründer, Karlfried (Biografie bei Wikipedia), Historisches Wörterbuch der Philosophie, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1971ff. Sehr umfangreiches und detailliertes Fachlexikon der Philosophie. [Anfänger und Laien sollten dieses Monumentalwerk bestenfalls ergänzend benutzen. Es kann Einsteiger verwirren und abschrecken. Für Fachleute ist es – trotz einiger mir nicht verständlicher Lücken – ein sehr wertvolles Werk.]

Ritter hat anfänglich auf das von Rudolf Eisler (Biographie bei Wikipedia) zu Beginn des 20. Jahrhunderts herausgegebene Wörterbuch der philosophischen Begriffe aufgebaut. Es ist weniger für Laien als mehr für Fachleute nützlich. Häufig werden dort ganze Absätze in Altgriechisch und Latein gebracht. Die Ausführlichkeit, mit der die Auffassungen einzelner – zum Teil heute weitgehend unbekannter oder nicht mehr aktueller – Philosophen dargestellt werden, sind auch in der Regel für Anfänger und interessierte Laien nicht von Nöten. Und es ist eben nicht aktuell. Die Philosophie des 20. Jahrhunderts ist weitgehend nicht dargestellt. Trotzdem sollte man wissen, dass dieses Wörterbuch im Internet vorhanden ist, falls man eben doch mal einen bestimmten Begriff genauer erläutert haben will. (Und deshalb nicht gleich in eine Staats- oder Universitätsbibliothek gehen will, wo man das aktuellere Ritter-Gründer Wörterbuch finden kann.)

Ein ebenfalls schon etwas älteres Lexikon ist das von Friedrich Kirchner (Biographie bei Wikipedia) begründete, nach seinem Tode von anderen fortgeführte »Wörterbuch der philosophischen Grundbegriffe« von 1907. Dieses Wörterbuch ist weniger umfangreich als das von Eisler und für Laien und Anfänger eher geeignet. Es ist allerdings nicht besonders aktuell und beinhaltet Wertungen, die zumindest heutzutage mehrheitlich wohl nicht geteilt werden. (Zum Teil auch schon damals nicht.) Deshalb sollte man dieses Wörterbuch nur zusätzlich zu anderen nutzen.

Zu den einzelnen Philosophen habe ich in der Regel die Rowohltbildmonographien gelesen, die ich von wenigen Ausnahmen abgesehen sehr empfehlen kann.  Freud

Weitere Literaturhinweise bei den einzelnen Beiträgen.


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Anmerkungen

Anm. 5: Vorher hatte ich bereits Soziologie und Wirtschaftswissenschaften studiert und einen Abschluss als Diplom-Sozialwirt gemacht. Wer Interesse an der Diplom-Arbeit hat, der findet sie hier. Zurück zum Text.

Anm. 6: Die Aufzeichnungen, die Grundlage vieler philolex-Beiträge sind, habe ich vor über 20 Jahren angefertigt. Ich weiß heute nicht mehr in allen Fällen, ob ich Sätze von anderen Autoren wortwörtlich übernommen habe. Damals hatte ich noch nicht gewusst, dass diese Aufzeichnungen mal Grundlage für Artikel sein werden, die ich veröffentliche. Die Dozenten, die mir Anfang der 80er Jahre mein philosophisches Grundwissen vermittelten, haben stark auf Sekundärliteratur aufgebaut, besonders auf  Hirschberger und  Störig. Sollten hier hin und wieder wörtliche Übernahmen der Texte anderer Autoren stehen – ohne ausdrücklich auch als Zitat gekennzeichnet zu sein –, dann ist dies unbeabsichtigt. Sobald mir so etwas bekannt wird, werden diese Textpassagen als Zitate gekennzeichnet, gelöscht oder umformuliert. Was mich von Guttenberg unterscheidet? Ich habe nicht vor mit diesen Texten einen Doktortitel oder ähnliches zu erwerben. – In meinen Aufzeichnungen waren manche Fehler, die in den ersten Jahren der Existenz des philolex zu manch polemischer Kritik geführt haben. Auch heute noch will ich nicht ausschließen, dass noch die eine oder andere Fehlinformation vorhanden ist. (Solche findet man aber auch in den Büchern von Philosophie-Professoren und anerkannten Philosophie-Historikern. Fehlerfrei ist keiner.) Ich habe merken müssen, dass man seine Informationen, zu den Philosophen, die man weitgehend nur aus Sekundärliteratur kennt, nicht nur von einem Autor übernehmen darf, mag er auch noch so anerkannt sein. (Und dass man nicht jede Information, die man in einer Vorlesung mitgeschrieben hat, unbesehen in einen Text übernehmen darf, den man veröffentlicht.) Deshalb rate ich auch jedem Leser des philolex, außer meinen Texten auch die anderer Autoren zu lesen. Zurück zum Text.

Anm. 7: Es gibt noch eine weitere Gruppe von Lesern, bzw. Nutzern: Lehrer und andere in der Ausbildung tätige Menschen, die meine Texte als Grundlage oder als Anregung für ihren Unterricht nehmen. Das betrachte ich als Anerkennung. Geld bekomme ich leider keines dafür. – Das philolex kann im Übrigen wegen der vielen kritischen Anmerkungen und weiterführenden Gedanken und wegen der vielen Links, u. a. zu E-Texten, auch für Leser interessant sein, die auf Grund ihres Wissensstandes normalerweise keine Einführungen in die Philosophie mehr zu lesen brauchen. Zurück zum Text.

Anm. 8: Ich war vor langer Zeit mal Volksschüler und Arbeiter, bevor ich über den 2. Bildungsweg studierte. Ich kann mich noch an eine Zeit erinnern, in der ich mit Begriffen wie absolut und relativ, subjektiv und objektiv, primär und sekundär nichts anfangen konnte. Als 15jähriger wurde ich an einem meiner ersten Arbeitstage mit einem alten Kohlensack losgeschickt, um einen Sack voll Kompression zu holen. (Was ich auch versucht habe.) Mancher Leser wird sich vielleicht über manches Wort wundern, das in der Fremdwörter-Datei aufgeführt ist. Aber man hat es in der Erwachsenenbildung mit ganz unterschiedlichen Wissensständen zu tun. Deshalb bin ich auch immer dankbar dafür, wenn mich Leser darauf aufmerksam machen, dass bestimmte Wörter in die Fremdwörter-Datei gehören, die dort noch nicht vorhanden sind. Zurück zum Text.

Anm. 9: Vergleiche hinken bekanntlich häufig, können aber trotzdem zur Verdeutlichung beitragen: Wenn es in der Philosophie Dienstgrade gäbe wie in einer Armee, dann wären die großen Philosophen Generäle und ich Leutnant. Aber der General hat dem Leutnant gegenüber nicht automatisch recht, nur weil er einige Dienstgrade höher steht. Und es gibt verschiedene Armeen. Hin und wieder werden einige davon aufgerieben, weil ihre Generäle allzu falsch lagen. (Oder andere Befehlshaber wie Kaiser, Führer etc.) Zurück zum Text.

Anm. 10: Aber eigene Webseiten, auf denen sie ihre Auffassungen, ihre Interpretationen veröffentlichen, machen sie nicht. Dafür wird man nämlich nicht bezahlt. Und so weit geht die Liebe zur Weisheit ja nun nicht, dass sie die Liebe zum Geld überflügelt. Wo kämen wir denn dahin, wenn Philosophen ihre Schriften kostenlos zur Verfügung stellten und mit den freiwilligen Spenden ihrer Schüler auskämen? Wir leben ja schließlich nicht im alten Athen. Der Sokrates musste ja kein Auto finanzieren. Und keine Lebensversicherung. Keine Bürotürme der Allianz. Und keinen Urlaub in Griechenland. (Zumindest das Fahrgeld fiel bei ihm nicht an.) Und einem Philosophen vor Erreichen des Rentenalters den Schierlingsbecher zu geben, das ist heute auch nicht mehr so einfach. ;-) Zurück zum Text.

Anm. 11: Näher ausgeführt habe ich dies in dem Essay Wissen, Vermutungen und Praxis. – Zurück zum Text.

Anm. 12: Näher ausgeführt habe ich dies in dem Essay Wissen, Vermutungen und Praxis. – Zurück zum Text.

Anm. 13: Wenn ein Mensch es schafft, dass ein Verlag ein Buch von ihm veröffentlicht, sagen wir mal in einer Auflage von 2000 Stück, dann 100 Exemplare verkauft werden und der Rest liegenbleibt, dann ist ein solcher Mensch ein Schriftsteller und wird in den Schriftstellerverband aufgenommen. Wenn jemand aber »nur« im Internet veröffentlicht, dann kann er hunderte Texte verfasst und eine sechsstellige Leserzahl haben, ist nichts desto trotz aber kein Schriftsteller, sondern bestenfalls nur ein »Internet-Schriftsteller«, was so viel bedeutet wie »überhaupt kein richtiger Schriftsteller.« Die lesende Öffentlichkeit und die Schriftstellerverbände sind da noch nicht ganz auf der Höhe der Zeit. Nun kann ich verstehen, dass die Schriftstellerverbände sich davor schützen wollen, von Unmengen von unbedeutenden Hobby-Schriftstellern mit nur wenigen Lesern überschwemmt zu werden. Aber bei der heutigen Regel »Schriftsteller ist, wer ein Buch veröffentlicht hat, dass er nicht selbst finanziert hat« wird es sicherlich nicht bleiben (können). Zurück zum Text.


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