Geist

Geist ist ein vieldeutiger  Begriff.

Die Herkunft des Geistes und seine Bedeutung im Sein, bzw. in der Welt ist eines der zentralen Probleme der abendländischen Philosophie. Sehen Sie hierzu u. a. Leib-Seele-Problem, Idealismus und Materialismus, Weltgeist.

Mit den unterschiedlichen Erscheinungsformen des Geistes hat sich Hegel beschäftigt in seinem Buch Phänomenologie des Geistes.

Mit den verschiedenen Gebieten des geistigen Lebens beschäftigen sich die Geisteswissenschaften.


Zitate zu Geist

Friedrich Ast: »Die Harmonie des Lebens finden wir im Geiste, dem wahrhaft wirklichen Leben.«

Honoré de Balzac: »Auch der Geist hat seine Hygiene, er bedarf, wie der Körper, einer Gymnastik.«

Giordano Bruno: »Wenn also Geist, Seele und Leben sich in allen Dingen vorfindet und in gewissen Abstufungen die ganze Materie erfüllt, so ist der Geist offenbar die wahre Wirklichkeit und die wahre Form aller Dinge.«

Winston Churchill: »Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann.«

Cicero: »Die wahre Medizin des Geistes ist die Philosophie

Wilhelm Dilthey: »Nur was der Geist geschaffen hat, versteht er.«

Hans-Peter Dürr: »Primär existiert nur Zusammenhang, das Verbindende ohne materielle Grundlage. Wir könnten es auch Geist nennen. Etwas, was wir nur spontan erleben und nicht greifen können. Materie und Energie treten erst sekundär in Erscheinung – gewissermaßen als geronnener, erstarrter Geist.«

Euripides: »Auf den Geist muss man schauen. Denn was nützt ein schöner Körper, wenn in ihm nicht eine schöne Seele wohnt.«

Otto Flake: »Der Geist hat die Aufgabe, die Macht zu zersetzen. Ich würde ihm die Parole geben: libera et divide

Hegel: »Das Geistige allein ist das Wirkliche.« »Das Denken macht die Seele, mit der auch das Tier begabt ist, erst zum Geiste.« »Geschichte ist nur das, was in der Entwicklung des Geistes eine wesentliche Epoche ausmacht.«

Friedrich Heinrich Jacobi: »Aller Glaube ist unwillkürliche Hingebung des Geistes an eine Vorstellung von Wahrheit

Rudolf von Jhering: »Was der Schlaf für den Körper, ist die Freude für den Geist: Zufuhr neuer Lebenskraft.«

Gottfried Keller: »Zum Lachen braucht es immer ein wenig Geist. Das Tier lacht nicht.« [Schimpansen lachen. Die sind schon so weit, dass sie Humor erleben können.]

Martin Luther: »Aber es ist schwierig, dass einer, der durch Gaben des Geistes ausgezeichnet ist, sich nicht überheben soll.«

Plutarch: »Der Geist ist nicht wie ein Gefäß, das gefüllt werden soll, sondern wie Holz, das entzündet werden will.«

Erasmus von Rotterdam: »Der Körper kann ohne den Geist nicht bestehen, aber der Geist bedarf nicht des Körpers.«

Friedrich von Schiller: »Es ist der Geist, der sich den Körper baut.«

Arthur Schnitzler: »Wer Materie sagt, sagt Geist, ob er es will oder nicht. Denn sie wäre überhaupt nicht vorstellbar ohne Geist. Und wer Geist sagt, sagt Materie, denn ohne Materie könnte er es nicht sagen, nicht einmal denken.«


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Anmerkungen

Anm. 1: Beim ersten Schreiben dieses Satzes hatte ich die Vorsilbe »ver« vergessen. Nach Freud haben alle Fehlleistungen unbewusste Ursachen. Hier war es vielleicht die Tatsache, dass HARTZ IV-Empfänger jede Arbeit annehmen müssen, soweit keine gesundheitlichen Einschränkungen bestehen. Spätere Philosophiehistoriker werden über unsere heutigen Philosophen eventuell tatsächlich solche Sätze schreiben. »Er kehrte mit den berühmtesten Geistern seiner Zeit.« Zurück zum Text


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