Das "diskursive Denken" geht schrittweise vor: Begriff, Urteil, Schlußfolgerung. (Sehen Sie dazu u. a.
Aristoteles.) Dem entgegengesetzt wird die Intuition, bei der es zu plötzlichen, sprunghaften Erkenntnissen kommt, die nicht auf das reduzierbar sind, was man bisher an Bewußtseinsinhalten hatte. [Diskursives Denken und Intuition sollten nicht als Gegensätze gesehen werden, sondern als zwei legitime Erkenntnisformen, die sich ergänzen (können).]
Existierenden durch eine nicht überwindbare Kluft getrennt ist, oder ob mit dem subjektiven Denken Objektives erfaßbar ist, Subjekt und Objekt im Denken sogar indentisch sind.
Die neuere Naturwissenschaft, besonders die Physik, zeigt die Beschränktheit mensch-lichen Denkvermögens. Hoimar von Ditfurth schreibt dazu: "... die Klügsten unter uns (haben) die fast unglaubliche Leistung vollbracht, mit der Hilfe abstrakter mathematischer Formeln, die sie wie immaterielle Raumsonden in uns verschlossene Bereiche der Welt entsandten, Strukturen der Wirklichkeit nachzuweisen, die uns nicht nur nicht wahrnehm-bar, sondern auch unvorstellbar sind: die schon erwähnte nichteuklidische Raumstruktur, die immaterielle Natur der Materie unterhalb der Ebene des Atoms, die prinzipielle Identi-tät von Energie und Materie, um nur an einige der wichtigsten Fälle zu erinnern." (Ditfurth "Innenansichten eines Artgenossen", Kapitel "Die Welt ist nach oben offen".) Zusätzlich sei noch erwähnt die uns nicht vorstellbare Relativität der Zeit. Und über diese uns nicht vorstellbaren Bereiche wird es wahrscheinlich weitere Bereiche des Seins geben, die für uns unausdenkbar sind. Sie zu entdecken wird Wesen vorbehalten sein, mit einem qualitativ höherem Erkenntnisvermögen als dem menschlichen. Sehen Sie hierzu auch meinen Aufsatz "Über die Notwendigkeit der Entstehung höherer Arten".