Die Psychologie hat eine wichtige Bedeutung für die Philosophie, bzw. für bestimmte philosophische Strömungen. Einige Philosophen behaupten, daß alles Wissen, das wir haben, in unserer Psyche vorhanden sei, wir deshalb eigentlich immer nur Aussagen machen könnten, über die Inhalte und Arbeitsweise unserer Psyche, aber nicht über das von unserer Psyche unabhängig existierende. Sehen Sie hierzu Psychologismus und Subjektphilosophie.
Piaget, Jean (1896 - 1980). Schweizer Psychologe. Vertreter der Entwicklungspsycholo-gie. Befaßte sich besonders mit der kindlichen Entwicklung der Sprache, des Denkens, der Raum-, Zeit- und Kausalvorstellungen, so wie mit der moralischen Urteilsbildung. Anpassung sah er als Gleichgewicht zwischen psychischer Assimilation und Akkomo-dation. "Die Assimilation ist konservativ und möchte die Umwelt dem Organismus so unterordnen, wie sie ist, während die Akkomodation Quelle von Veränderungen ist und den Organismus den sukzessiven Zwängen der Umwelt beugt." Piaget zeigte, wie das Denken von Schulkindern vom anschaulich-praktischen zum konkret-operatorischen und reversiblen und dann zum formal-systematischen fortschreitet. Für die Pädagogik sind seine Theorien von großer Bedeutung. Die Vertreter des Radikalen Konstruktivismus sehen in Piaget einen ihrer Vorläufer. Piaget bei wikipedia.