Wissen ist eine Weise des »Für-wahr-haltens«, wie »meinen« und »glauben« und steht wertmäßig über diesen beiden. Die Grenzen zwischen diesen drei Begriffen sind allerdings besonders in der Umgangssprache fließend.
Es gibt ein praktisches Wissen, das wir im Laufe unseres Lebens und unseres täglichen Lebens herausbilden und an dem ständig Zweifel zu haben im praktischen Leben unsinnig wäre bzw. zur Lebensunfähigkeit führen würde. (Z. B. dass meine Füße auf dem Boden Halt finden, dass ich essen muss, um Kraft zu haben, dass es die öffentlichen Verkehrsmittel gibt etc. Sehen Sie hierzu näheres bitte in meinen Aufsatz Wissen, Vermutungen und Praxis.)
Es gibt Wissen als Ergebnis von Wissenschaft, ein systematisch und methodisch erworbenes Wissen.
Der Begriff »Wissen« wird auch oft synonym mit Erkenntnis und Wahrheit benutzt.
Nach Platon ist Wissen (episteme) wahre, begründete Meinung (doxa). [Wobei sich »wahr« natürlich an seiner Philosophie misst.]
Aristoteles unterschied zwischen praktischem Wissen (»Wissen, dass«) und theoretischem Wissen (»Wissen, warum«).
Kant beschäftigte sich in der
Kritik der reinen Vernunft mit den verschiedenen Weisen des »Für-wahr-haltens« (meinen, glauben, wissen.) Für ihn ist »wissen« subjektives Überzeugsein und objektive Begründbarkeit.
Nach Popper wissen wir eigentlich nur sehr wenig mit Sicherheit. Der größte Teil unseres Wissens bestehe aus Vermutungen.
Wie unsicher vieles von dem ist, was wir für sicheres Wissen halten, damit habe ich mich im 1. Teil »Meine Philosophie« näher auseinandergesetzt.
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