Anthropologie
 Philosophische Anthropologie
 Geschichte der philosophische Anthropologie
 Philosophische Anthropologie im 20. Jahrhundert


Anthropologie

Anthropologie ist die Wissenschaft vom Menschen, besonders aus der Sicht der Biologie, der Philosophie, der Pädagogik und der Theologie


Philosophische Anthropologie

Die Philosophische Anthropologie beschäftigt sich mit grundsätzliche Aussagen über das Wesen des Menschen und seine Stellung in der Welt.

In der philosophischen Anthropologie fließen mehrere sich mit den Menschen beschäfti-gende Wissenschaften zusammen: Anthropologie, Philosophie, Biologie, Psychologie, Soziologie und Ethnologie.

Jeglichem Tun und Lassen des Menschen liegt ein Bild zugrunde, das der Mensch sich von sich selbst macht, auch wenn ihm dies nicht bewußt ist. Der Anthropos schließt stets den Anthropologen ein. (Michael Landmann)


Geschichte der philosophische Anthropologie

Als die Menschen dazu übergingen, Belebtes und Unbelebtes zu unterscheiden, da unterschieden sie anfänglich noch nicht zwischen Menschen, Tieren und Pflanzen.

Die Bezeichnung "Mensch" benutzten die weiterentwickelten Menschen ursprünglich nur für die Angehörigen des eigenen Stammes bzw. Volkes. Nur in dieser Gruppe gab es Solidarität, Lebensrecht etc. [1]

Den  Griechen war jeder, der nicht griechisch sprach, ein "Barbar" ("bah bah" = "Unverständliches-Kauderwelsch-von-sich-Gebender"). Diese archaische Einstellung wirkt bis heute fort im Auserwähltheitsglauben einiger Völker. (Und im  Nationalismus.)

Der griechische Historiker und Völkerforscher Herodot war der erste, der sich gegen diesen "Ethnozentrismus" aussprach.

Platon und Aristoteles benutzten das Wort "Mensch" nicht nur ausschließlich für freie Griechen (Barbaren und Sklaven blieben außen vor), sondern auch nur für Männer. Platon sagte, Frauen seien ehemalige Männer, die auf Grund ihres widerlichen Lebenswandels dieses Mal zur Strafe als Frauen auf die Welt gekommen seien. Aristoteles meinte, den Frauen fehle zum Menschsein ein kleines bißchen. [ Freud sprach später dann vom "Penisneid".]

Die Sophisten waren die ersten, die von der grundsätzlichen Gleichheit aller Menschen sprachen.

Die  Stoiker prägten das Wort "humanitas", von dem unser Wort "Humanität" ab-stammt. Sie behaupteten nicht nur, daß alle Menschen gleich seien, sondern daß auch alle Menschen die gleichen Rechte haben sollten. (Sehen Sie hierzu auch Humanismus.)

Kant unterschied "physiologische und pragmatische Anthropologie". Die physiologische Anthropologie untersuche, "was die Natur aus dem Menschen macht." Die pragmatische Anthropologie untersuche, "was er als freihandelndes Wesen aus sich selber macht und machen kann und soll."

 Herder sagte, der Mensch stehe in Stärke, Sicherheit der Instinkte u. ä. den Tieren nach. Ihnen gegenüber sei er ein "Mängelwesen". Aber der Mensch sei aufgerufen, gerade wegen seiner Mängel sich selbst zu dem zu machen, was er sein soll. Dafür sei ihm Freiheit und Vernunft gegeben.


Der Mensch ist der erste Freigelassene der Natur. Herder


Marx behauptete, daß der Mensch von Natur aus ein tätiges Wesen sei, daß gezwungen sei zu arbeiten und zwar im gesellschaftlichen Verbund mit anderen Menschen und der erst in dieser Arbeit seine Welt erzeuge und damit sich selbst produziere. (Schon Hegel sah das Wesen des Menschen in der Arbeit.) [Ich habe oft den Eindruck, daß der Mensch von Natur aus ein "träges Wesen" ist, das sich jeden Morgen auf's Neue dazu zwingen muß, ein "tätiges Wesen" zu werden. Aber vielleicht liegt das nur an meinem zu niedrigen Blutdruck ;-)]

Darwin behauptete, daß die Menschen sich aus dem Tierreich entwickelt hätten.

Freud behauptete, daß der Mensch auch von den Trieben und dem unbewußten Seelen-leben her, von den Tieren abstamme.


Philosophische Anthropologie im 20. Jahrhundert

Vertreter der Philosophische Anthropologie im 20. Jahrhundert sind u. a.:


Anmerkungen

Anm. 1: Sehen Sie hierzu näheres in meinem Aufsatz  "Über die negative Seite des Menschen". Zurück zum Text


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