Kritik der Metaphysik: Die bisherige Philosophie habe sich größtenteils mit Scheinproble-men beschäftigt, die sich aus einer Ungenauigkeit unserer Sprache ergeben hätten, bzw. daraus, daß die benutzten Worte keinen empirischen Gehalt haben, z. B. das Wort "Gott". Sätze wie "Gott existiert" oder "Gott existiert nicht" sind gleichermaßen sinnlos. Die Frage, ob die Welt primär ein geistiger oder ein materieller Tatbestand ist, sei ein Scheinproblem. [?]
Austin, John Langshaw. (1911 - 1960) Englischer Philosoph, Hauptvertreter der analytischen Sprachphilosophie. Unterscheidet verschiedene Funktionen der Sprache, Sprachhandlungen und Arten von Sprechakten. Deskriptive (beschreibende), konstative (feststellende) und performative Akte. (Letzteres eine Äußerung, die eine Handlung wiedergibt und gleichzeitig vollzieht). Lokutionäre (Artikulation, Konstruktion und Logik der Sprachhandlung), illokutionäre (Sprachhandlungen mit kommunikativer Funktion) und perlokutionär (Sprachhandlungen, die eine Wirkung auf den Hörer haben). Sprachanalyse erstreckte sich auch auf Bereiche, in denen es um Werte gehe, also auf Ethik und Religion. Austin bei wikipedia.
Meine Kritik an der Analytischen Philosophie
Eine katastrophale Reduktion des Philosophiebegriffs! Was sich hier zeigt, ist eine mangelnde Sensibilität elementaren philosophischen Fragen gegenüber. "Warum gibt es überhaupt etwas?" Handelt es sich bei dieser Frage um ein Scheinproblem? Oder entsteht diese Frage nur wegen einer Ungenauigkeit der in dieser Frage verwendeten Worte? Das bezweifle ich sehr. Ich erlebe mich unmittelbar als Körper und Geist. Egal welche Worte ich auch immer für diese beiden Erlebnisse benutzen mag. Die Frage, welches von beiden das Primäre ist, mag nicht beantwortbar sein. Aber es ist kein Scheinproblem. Existiere ich nur in der von mir jetzt wahrgenommenen Wirklichkeit, oder gibt es weitere "Wirklichkeiten"? Werde ich nach meinem Tode fortexistieren? Ethik und Ästhetik haben in dieser "Philosophie" auch keinen Platz.
Weitere Kritik in den philolex-Beiträgen zu den einzelnen Vertretern der Analytischen Philosophie.
Kommentare anderer Philosophen zur Analytische Philosophie
"Ein Philosoph, der sich sein Leben lang mit der Sprache beschäftigt, ist wie ein Zimmer-mann, der seine ganze Arbeitszeit damit verbringt, seine Werkzeuge zu schärfen." Karl Popper
Hans Albert: "In der Entwicklung der analytischen Philosophie sind ungefähr alle früheren philosophischen Positionen und Probleme wieder aufgetaucht, gewissermaßen in "analytischer Maskerade". Sie werden jetzt nur mit den Mitteln der modernen Logik behandelt. Man kann heute im Rahmen der analytischen Philosophie Neoempirist, Kantianer oder sogar Existenzialist sein." Zitat aus "Aufklärung und Kritik" 2/2002 (http://www.gkpn.de/fossati.pdf)